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Der neue Anfang · 1919-02-15 · Heft 4 (15.2.1919) · page 16

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Journal
Der neue Anfang
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 4 (15.2.1919)
Date
1919-02-15
Page
– (sequence 16)
Language
German
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unpolitisch und läßt — vielleicht in Anbetracht des Wahlergebnisses iti Bayern — seine Maske etwas fallen, indem er beginnt die KriegsteilW nehmer wieder als „Schüler", d. h. als Lausbuben zu behandeln. Da regt sich natürlich die gekränkte Eitelkeit bei ihnen, sie ahnen so etwas, daß man mit ihnen ein falsches Spiel getrieben hat, und kommen allmählich zu der Einsicht, daß der Grundsatz, man dürfe den Direktor und die Lehrer nicht vor den Kopf stoßen, den sie bisher immer so stark betraten, doch nicht so ganz recht sein dürfte. Jetzt erst geht den Leuten ein Licht auf, wie sie hintergangen werden (jetzt beginnen sie einzusehen, daß ein Zusammengehen mit ihren früheren Unterdrückern unmöglich ist), jetzt erst geht ihnen ein Licht auf, daß es ein Fehlschritt ist, sich mit kleinen Zugeständnissen, die obendrein nur von kurzer Dauer sind, abspeisen zu lassen, sondern daß es nur einen Weg gibt: den Kampf. Daß man das Euch, der Jugend erst beibringen muß, ist traurig, aber es ist eine allgemeine Erscheinung der Revolution. München. (Sprechsaal der Seminaristen und Seminaristinnen.) Seine Gründung war schon Opposition. Denn man sah, daß der Sprechsaal M. M. von Anfang an minderwertig, seine Ergebnisse gleich Null seien und Gymnasiastenfragen seinen Inhalt bildeten. Wir dachten an eine Klärung des Verbildungsproblems durch eigene Taten, nicht Debatten. Wir wollten jung sein. In dieser Richtung ging auch die Entwicklung der Ziele und Aufgaben im ersten Sprechsaal, aus deren Kreis sofort die Bildung einer Wandergruppe (ohne feste Organisation) und einer Arbeitsgemeinschaft für neue Pädagogen heraussprang. Auch eine Gemeinschaft für Kammermusik war geplant. Das erste augenscheinliche Ergebnis war die Erarbeitung einer ziemlich umfassenden Schulverfassung, nach den Verhältnissen an den beiden Seminarien gewonnen. Sofort begann auch der Zwiespalt mit Schule und Eltern. Besonders vonseiten des Lehrerinnenseminars Drohungen und schärfste Gegenwirksamkeit. Man stieß sich, daß Buben und Mädels zusammen wären. Um Ruhe und Gewißheit gegenüber dem zunehmenden Druck zu erlangen, verständigte sich ein Vertreter des Sprechsaals in persönlicher Aussprache mit Minister Hoff mann. Erfolg: Sprechsäle, auch zwischen Schülern verschiedener Schulen sind gestattet; Verbote unzulässig. — Da berief die Leitung des Lehrerinnenseminars eine Elternberatung, in der nach lärmender Unterdrückung uns günstiger Stimmen (die den Saal verließen) durch falsche Darstellung eine ellenlange fertige Resolution angenommen wurde. So vor Weihnachten! In die Ferien fiel eine achttägige Fahrt der neuen Wandergruppe. Diese Zeit benutzte eine kleine Oppositionspartei, persönliche Angelegenheiten des bisherigen Leiters auszuschlachten. Der Sprechsaal drohte in zwei Zusammenkünfte auszuarten zur Walstatt 66

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