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Der neue Anfang · 1919-01-15 · Heft 2 (15.1.1919) · page 19

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Journal
Der neue Anfang
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 2 (15.1.1919)
Date
1919-01-15
Page
– (sequence 19)
Language
German
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sammen, dem sie von vornherein nur beschränkte Kompetenz — eben in den erwähnten Fragen zuerkannten. . In diesem Sinne haben sie beschlossen: Die anwesenden Vertreter folgender Mittelschülergruppen: Iv Deutscher Mittelschülerbund; 2. Freie Vereinigung sozialistischer Mittelschüler; 3. Niederösterreichischer .Wandervogel; 4. Verband freiheitlicher Mittelschüler; 5. Die jüdisch-nationalen Jugendgruppen; 6. Jugendwandervogel: 7. Verband militärdienstleistender Mittelschüler konstituieren sich hiemit als Komitee zur Organisierung eines zentralen Ausschusses der Wiener Mittelschüler, dessen Aufgabe es ist, sobald als irgend möglich diesen zentralen Ausschuß zu organisieren, und zwar auf folgende Weise: Jede Wiener Mittelschule ist in dem Zentralausschuß durch einen Delegierten vertreten. Jede, der obigen Mittelschülergruppen durch drei. Die Auf- -gabe des Zentralausschusses wird es sein, . Ihre Forderungen vor den kompetenten Behörden nachdrücklichst zu vertreten. Diese Gruppen, die sich unter Hintansetzung jeder engeren Determination zusammengeschlossen haben, und zwar in 'der Oberzeugung, daß nur so die ganze Mittelschülerbewegung in geregelte Bahnen gelenkt werden könne, beauftragen einen Kreis von fachkundigen Pädagogen mit ihrer Vertretung nach außen, für die Fälle, in denen sie selbst juristisch dazu nicht berechtigt sein sollten. i Die übrigen Delegierten erklärten sich nach längerer Beratung damit einverstanden, daß das Aktionskomitee die obligatorische Bildung eines zentralen Ausschusses der Wiener Mittelschüler und die Koalitionsfreiheit durchsetze. Die Beratungen des Aktionskomitees führten zur Aufstellung von fünf Punkten: 1. der Einfluß der Schulbehörden darf sich nicht au? das Leben der Schüler außerhalb der Schule beziehen. Insbesondere Koalitionsfreiheit. 2. Einführung der Schulgemeinde und Bildung eines Zentralschulausschusses. 3. Gewissensfreiheit. Im Speziellen: Aufhebung des Zwanges zur Teilnahme an religiösen Übungen. 4. Prinzipielle Zusicherung der Schulreform unter der Mitwirkung des Zentralausschusses. 5. Zusicherung von Maßnahmen, die der durch den Krieg hervorgerufenen Notlage der älteren Schüler steuern sollen. Diese 5 Punkte wurden in einem Memorandum dem Landesschulrat überreicht Damit war ein wohlorganisierter Demonstrationszug verbunden, dessen einziger Zweck es War, auch äußerlich das geschlossene Eintreten für die aufgestellten Forderungen zu bekunden. Es braucht wohl nicht betont zu werden, daß die von allen Seiten anerkannte Ruhe und Selbstdisziplin des Zuges bis zum Ende der Kundgebung bewahrt worden wäre, wenn die Polizei sich nicht bemüssigt gefühlt hätte, sie auf ihre Weise aufrecht zu erhalten. So aber kam es zu Vorfällen, die geeignet sind den Bund der Jugend gegen das alte Zuchtprügelsystem in Schule und Staat noch fester zu kitten. Abgesehen davon, daß das große Polizeiaufgebot und die Absperrungsmaßnahmen „Buben" gegenüber, denen eine Terrorisierung ir- 33

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