Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- Jahrgang 1911
- Issue
- II. Heft (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Todessehnen. Jch lieg im langen dunklen Gras Und schaue auf in weite Fernen — Ein Tropfen fällt zur Erde schwer und hart — Der Himmel glänzt mit seinen müden Sternen. Es ist so still — es ist so totenstill, Ganz ruhig unbeweglich muß ich liegen. In mir ist eine große, weite Ruh, Zum ersten Mal ein großer, großer Frieden. — Wie muß der Tod doch selig sein! wie selig schön, Wenn immer Nacht und Dunkelheit mich sacht umhüllt, Wenn immer solch ein großer Frieden sanft Mein träumemüdes Herz erfüllt und stillt. — em sich Gelegenheit bietet, das französische Volk in den verschiedensten Kreisen und Situationen, zu Hause, auf der Straße oder bei besonderen Ereignissen zu beobachten, dem fällt unter anderem auch die bildeneiche Ausdrucksweise seiner Sprache auf. Die meisten Redensarten, deren sich die Franzosen bedienen, klingen Uberaus amüsant Sie sind poetisch oder plastisch; nehmen entweder eine zierlich-elegante oder eine pittoresk-fantastische Wendung; manchmal streifen sie das Groteske; immer aber, mit wenigen Ausnahmen, halten sie sich innerhalb der Grenze, welche entwickelter Kunstsinn intuitiv empfindet. In den Worten, welche das französische Volk schafft, drückt sich derselbe Geist aus, dessen Anziehungskraft diejenigen so unwiderstehlich an Paris fesselt, welche diese Stadt näher kennen. Denn jene Anziehungskraft beruht auf einer viel tieferen Ursache als meistens erkannt wird; wenn man die amüsanten kleinen französischen Redensarten näher untersucht, so findet man, daß sie mit ihren leichten und graziösen Wendungen sehr oft einen tiefen Sinn beigen. Margret Bartsch, Berlin. Völkische Ausdrucksweise.