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Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge · 1929-09-01 · 3 (September 1929) · page 21

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Journal
Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge
Volume
3 (1929)
Issue
3 (September 1929)
Date
1929-09-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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drei fremden Erdteilen waren zusammen nur 1.6 Prozent aller Ausländer. In absoluten Zahlen: in Berlin lebten 28.185 Polen, 25.699 Oesterreicher, 17.662 Tschechoslowaken und 12.376 Russen. Aus Afrika hatten nur 213 Ausländer ihr Heim in Berlin aufgeschlagen, auf dem fernen Australien sogar nur 16, dagegen aus Amerika zusammen 2993 und aus Asien 1831. Als staatenlos bezeichneten sich 10.409 Ausländer» Bemerkenswert ist auch, daß fasc die Hälfte aller Ausländer — 66.463 oder 49.3 Prozent — in Alt-Berlin wohnte und davon mehr als ein Drittel, nämlich 23.727 im Bezirk Mitte, 11.639 im Bezirk Prenzlauer Berg, 9926 im Bezirk Kreuzberg und 9324 im Bezirk Tiergarten. Von den Außenbezirken wiesen die meisten Ausländer auf: Charlottenburg mit 20.130 gleich 5.7 Prozent der Gesamtbevölkerung, Wilmersdorf mit 13.887 gleich 7.1 Prozent und Schöneberg mit 11.610 gleich 4.7 Prozent. Es scheint also, daß namentlich die bessergestellten Ausländer den neuen Westen Groß-Berlins bevorzugen. Einen großen Anteil hieran haben auch die ausländischen Studenten, Wolüfahjtspflegerische und sozialpolitische Zeitschriften. II Als Veröffentlichung eines Vereins, der nahezu die gesamte öffentliche und freie Wohlfahrtspflege umschließt, verdient der »N a chrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge« (herausgegeben von Professor Dr. W. Polligkeit, Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Stiftstraße 30) ganz besondere Beachtung. Zwar erscheint diese Zeitschrift nur monatlich, sie unterrichtet jedoch in übersichtlicher und gründlicher Form nicht nur über die allgemeinen Fragen des Fürsorgewesens, sondern insbesondere über die drei Hauptgebiete der Fürsorgearbeit: wirtschaftliche Fürsorge, Jugendfürsorge und Jugendpflege, Gesundheitsfürsorge und Gesundheitsschutz. Auch die sozialpolitischen Fragen der (Sozialversicherung und speziell der Arbeitslosenversicherung werden namentlich dort, wo sie zur fürsorgerischen Arbeit hinüberleiten, zur Erörterung gestellt. Eingehendere Behandlung finden diese sozialpolitischen Fragen in der »Sozialen Praxis«, Zentralblatt für Sozialpolitik und Wohlfahrtspflege (herausgegeben von Prof. Dr. Ludwig Heyde, Verlag Gustav Fischer, Jena). Die »Soziale Praxis« erscheint wöchentlich und ermöglicht dadurch die rasche Orientierung über alle aktuellen sozialpolitischen oder auch wohlfahrtspflegerischen Fragen. Sie dient im Gegensatz zum »Nachrichtendienst«, der zumeist praktische Einzelfragen «behandelt, im weiten Unnfang grundsätzlichen Erörterungen über das Gesamtgebiet der Sozialpolitik. Auch Untersuchungen über die Verhältnisse im Ausland werden häufig veröffentlicht. Von einigen führenden Persönlichkeiten der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege (Redaktion S. Wronsky und Ministerialrat Ruppert) wird die »Deutsche Zeitschrift für Wohlfahrtspflege« (Carl Heymanns Verlag, Berlin W 8) herausgegeben. Sie enthält neben grundsätzlichen und praktischen Aufsätzen eine ausgezeichnete und umfangreiche Rundschau , und Zeitschrift enbibliographie, die alle wichtigen wohlfahrtspflegerischen und sozialpolitischen Tatsachen aus aller Welt und alle einschlägigen Veröffentlichungen systematisch geordnet berücksichtigen. Diesen allgemeinen Publikationen stehen die Veröffentlichungen der konfessionellen Wohlfahrtspflege zur Seite. Die beiden führenden Zeitschriften: »C a r i t a ,s« (herausgegeben vom Deutschen Caritasverband, Caritasverlag, Freiburg i. Br.) von katholischer Seite und »D i e innere Mission« (Herausgeber Dr. Gerhard Füllkrug, Dr. Johannes 'Steinweg und Dr. Adolf Stahl, Wichern-Verlag G. m. b. H., Berlin-Dahlem) als Organ der evangelischen Wohlfahrtspflege wie auch die seit kurzem erscheinende »Zeitschrift für jüdiscne Wohlfahrtspflege« (herausgegeben von der Zentralwohlfahrtsstelle der Deutschen Juden, Berlin, Charlottenburg 2) verfügen über die Mitarbeit führender Persönlichkeiten aus Wissenschaft und iPraxis und geben ein lebendiges Bild von der Fülle konfessioneller Wohlfahrtsarbeit. Als gemeinsames Organ der gesamten deutschen Wohlfahrtspflege, erscheint die Zeitschrift »Freie Wohlfahrtspflege« (herausgegeben von der Deutschen Liga der freien Wohlfahrtspflege, Verlag von Franz Vahlen, Berlin). Die Innere Mission, der Deutsche 61

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