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Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge · 1929-09-01 · 3 (September 1929) · page 16

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Journal
Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge
Volume
3 (1929)
Issue
3 (September 1929)
Date
1929-09-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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sich auch an die jüdische Berufsberatung wandten. Diese Tatsache muß als besonderes Vertrauen zu diesem Zweig der Arbeitsnachweistätigkeit gewertet werden. Ueberaus interessant an der vorstehenden Statistik ist auch die Abwanderung der ins Berufsleben tretenden Menschen aus der Engrosbranche in das Detailgeschäft und zum Handwerk. Daß dabei das Bauhandwerk noch keine sehr wesentliche Rolle spielt, beweist noch nichts gegen den sonst gesunden Instinkt der Jugendlichen selbst: denn die Umschichtung in der angedeuteten Richtung beruht zumeist auf den Wünschen der zur Beratung Kommenden. Es kann z. Zt. festgestellt werden, daß ein Umschichtungsprozeß bei der Berufswahl zwar stattfindet, daß aber von dem anderen Extrem — der völligen Meidung kaufmännischer Berufe — vorläufig nicht gesprochen werden kann. Schließlich soll auch nicht verschwiegen werden, daß die Absolventen der höheren Schulen und junge Menschen, die die mittlere Reife — das „Einjährige" — besitzen, die Berufsberatung wenig oder gar nicht in Anspruch nehmen. Hier bedarf es noch vieler Aufklärung. Diese Ausführungen zeigen den Umfang einer jüdischen Arbeitsnachweistätigkeit in der Provinz, deren Schwierigkeit umso größer erscheinen wird, wenn man in Betracht zieht, daß sie von 2 halbamtlichen und einer Hilfskraft, der gleichfalls eine außerordentliche Arbeitsleistung und Verantwortung obliegt, geleistet wird. Schließlich sei noch hinzugefügt, daß die Tätigkeit für die produktiven Fürsorgemaßnahmen des jüdischen Wohlfahrtsamtes, die im wesentlichen durch den jüdischen Arbeitsnachweis oder zum mindesten unter dessen Mithilfe geleistet werden, außerhalb dieser Betrachtungen bleiben mußten und später einmal besonders behandelt werden sollen. RUNDSCHAU ^mmmmammm^mmmmammmi^mmmmammmmMmm^mmmm^mmmmmmmmmmmmmm Internationale Konferenz der privaten Organisationen für den Wandererschütz Am 5. und 6. September findet in Genf die diesjährige Internationale Konferenz für den Wandererschutz statt. Aus einer umfangreichen Tagesordnung verdienen folgende Punkte besonderer Beachtung: Rückwanderung mittelloser Auswanderer, Durchreisekarten der Auswanderer, Obligatorische Versicherung der Passagiere, Bericht über den derzeitigen Stand der Trennung der Auswandererfamilien in den verschiedenen Ländern, Zahlung eines Lebensuntteirhaltungsbeitrages durch die Auswanderer an etwaige Familienmitglieder, die im Heimatland geblieben sind, Gleichstellung der Ausländer mit den Einheimischen in bezug auf die soziale Versicherung, Schutz der verstoßenen, zurückgehaltenen und vertriebenen Migranten. Jahresversammlung des Rates von HIAS-JCA-EMIGDIREKT In Paris wurde in diesen Tagen die Jahresversammlung des iRatas von HIAS - JCA - EMIGDIREKT (HJGEM) unter dem Vorsitz von Dr. Oskar Cohn abgehalten. Es nahmen an den Beratungen teil die Herren A. Benjamin und Dr. James Bernstein von 56

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