Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge
- Journal
- Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge
- Volume
- 2 (1928-1929)
- Issue
- 8 (Februar 1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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liat ihre Zustimmung bereits gegeben. Es ist zu hoffen, daß alle jüdischen Landes- und Wohlfahrtsverbände Deutschlands diesem Projekt ihre Aufmerksamkeit und ihre Unterstützung schenken werden, da es sich hier um eine der ernstesten Wohlfahrtsfragen des deutschen Judentums handelt. Die Landesverbände Bayerns und Sachsens haben ihre Sympathie bekundet und ihre finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt. Der Wohlfahrtsausschuß des Preußischen Landesverbandes hat in einstimmiger Resolution beschlossen, dem Großen Rat des Verbandes die Subventionierung der Arbeiterkolonie zu empfehlen. Die Errichtung der ersten jüdischen Arbeiterkolonie bedeutet einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Wege zur Produktivierung der jüdischen Wanderfürsorge Deutschlands. Der Reichsvorstand der Hauptstelle für Wanderfürsorge : S. Adler-Rudel, Berlin Dr. Georg Baum, Berlin Alfred Berger, Berlin Eugen Caspary, Berlin H. Chassel, Hamburg Dr. Oskar Cohn, Berlin San.-Rat Dr. Ettlinger, Frankfurt Rabb. Dr. Freund, Hannover Carl Goldschmidt, Leipzig Dipl.-Ing. Grünwald, Reuthen R.-A. Max Jacobsohn, Breslau R.-A. Dr. Koppel, Bochum Dr. Max Kreutzberger, Berlin Hugo Levy, Bremen Wilhelm Marcus, Berlin Rabb. Dr. Oppenheim, Mannheim Rabb. Dr. Rieger, Stuttgart Rabb. Dr. Salomonski, Berlin Legationsrat Sobernheim, Berlin Dr. Walter Stein, Königsberg Justizrat Dr. E. Straus, München Professor Dr. Türk, Berlin Rabb. Dr. Wilde, Magdeburg Siddy Wronsky, Berlin. ARBEITERKOLONIE UND SIEDLUNG VON DR. MAX KREUTZBERGER, BERLIN Seit Jahren wird das Projekt der Errichtung einer jüdischen Arbeiterkolonie von der jüdischen Öffentlichkeit mit ernsthafter Aufmerksamkeit erörtert. Die jüdischen Landes- und Provinzialverbände, die jüdischen Gemeinden und die maßgeblichen Wohliahrtsinstitutionen sehen in der Begründung der Arbeiterkolonie den entscheidenden Versuch, die Produktivierung der Wanderfürsorge in neue Bahnen zu lenken. Der Reichsvorstand der Hauptstelle hat in der vorstehend abgedruckten grundsätzlichen 131