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Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge · 1927-07-01 · 1-2 (Juli-August 1927) · page 48

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Journal
Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge
Volume
1 (1927-1928)
Issue
1-2 (Juli-August 1927)
Date
1927-07-01
Page
– (sequence 48)
Language
German
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Q o 1 d s c h m i d t - L e i p z i g : Die Beantwortung dieser Frage ist generell überhaupt nicht zu geben. Eine weitere bis ins einzelne gehende Ausarbeitung der Richtlinien würde bedeuten, daß die Möglichkeiten individueller Arbeit außerordentlich eingeschränkt werden. Damit würde der Initiative der einzelnen Beamten außerordentlich stark vorgegriffen werden. Es ist meines Erachtens das beste, wenn wir in dem bisherigen Sinn und mit den bisherigen Richtlinien weiterarbeiten. Chassel-Hamburg: Noch ein Wort zur Frage der Staatenlosen. Diese Frage ist, soweit ich mich erinnern kann, bisher nicht berührt worden. Berger-Berlin : Ich bitte dringend, sich in allen Fragen, die die Staatenlosen-Fürsorge betrifft, an das Arbeiterfürsorgeamt zu wenden. Sie wissen, daß alle zentralen jüdischen Organisationen in dem Arbeiterfürsorgeamt zusammengeschlossen sind, und Sie wissen ebenso gut, daß das Arbeiterfürsorgeamt auch heute noch die Möglichkeit hat, weitgehend zu wirken. Vorsitzender Dr. Straus-München: Da keine Wortmeldungen mehr vorliegen, sind wir am Schlüsse der Debatte angelangt. Die Verhandlung hat eine Fülle praktischer Arbeit erledigt. Wir haben interessante Referate gehört, und die Debatte hat den einmütigen Willen aller in der Wanderfürsorge tätigen Kreise ergeben, daß auf dem bisherigen Wege weiter fortgeschritten werden soll, bis wir zu einer Lösung des Wanderfürsorgeproblems kommen, die, wenn sie auch nicht voll befriedigen kann, so doch in weitem Maße Erleichterung zu schaffen in der Lage ist. Wir haben den Rechenschaftsbericht entgegengenommen und dem Vorstand Entlastung erteilt. Wir haben eine Statutenkommission zusammengesetzt, die sich mit der weiteren Ausgestaltung der Statuten beschäftigen wird. Der Vorstand ist gewählt worden. Die Debatte hat bei allen Meinungsverschiedenheiten auf dem einen oder anderen Gebiete doch gezeigt, daß im wesentlichen Uebereinstimmung in Ziel und Zweck unserer Arbeit herrscht. Die notwendige propagandistische Arbeit in weiteren Kreisen und in der Oeffentlichkeit wird geleistet, die finanzielle Basis der Hauptstelle wird erweitert werden müssen. Wir werden nicht verfehlen, auch die öffentlichen Verbände mehr und mehr zu interessieren. Mit einem Dank an den geschäftsführenden Vorstand für die bisher geleistete ausgezeichnete Arbeit möchte ich die Versammlung schließen und erteile nunmehr nur noch Herrn Grünbaum das Wort. Grünbaum-Hannover: Ich glaube, wir sollten nicht auseinandergehen, ohne Herrn Adler-Rudel und Herrn Dr. Kreutzberger den besonderen Dank der Versammlung auszusprechen. Beide Herren haben mit großer Lust und Liebe, mit unermüdlicher Arbeitskraft die Organisation der Hauptstelle zu dem gemacht, was sie heute ist. Ich bitte, diese Worte nicht nur als leichthin ausgesprochen zu betrachten, sondern ich bitte, sie anzusehen als den Ausdruck einer wirklich herzlichen Meinung. Neuhaus-Köln: Ich möchte nicht verfehlen, auch dem Herrn Vorsitzenden für seine vorbildliche Führung der Versammlung unseren herzlichsten Dank auszusprechen und ihm insbesondere zu danken für die erfolgreiche gemeinsame Arbeit, die unter seiner Leitung zustandegekommen ist. — 48 —

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