Mannheim
Compact Memory

Blau-Weiss-Blätter · 1921-05-01 · 8-10 (5.1921) · p. Seite 172

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
2 (1920-1921)
Issue
8-10 (5.1921)
Date
1921-05-01
Page
Seite 172 (sequence 42)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2708691-2708699-2708704--296-2709032
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Anmerkungen. Aus den Büchern nehmt nur das technisch Wertvolle herans. Nur wirklich gute Bücher, deren Grundlagen handwerklicher Art sind, konmen in Frage, z. B. Der deutschen Jugend Handwerksbuch, herausgegeben von Ludwig Pallat, erschienen bei Teubner 1915. Für uns werden Abschnitte III, IV, VI, innerhalb des Abschnitteis VI nur die ersten Absätze, nachzulesen sein. Für das Buchbinden ist mir nur ein gutes Buch (in Bibliothek*« vorhanden) bekannt: Douglas Cock ereil, der Bucheinhand nnä die Pflege des Buches, aus dem Englischen übertragen bei ffemann Seemann, Leipzig 1902. Das Buch ergänzt die Anweisungen der fian^ref&slehre sehr ausführlich. Es behandelt in den Kapiteln I—X das Wichtiges, für uns herausgeschält, besonders wegen der glänzenden Abbildungen, ssär zu gebrauchen. Friedrich Königsfeld. Musikalisches Hören. Die gemeinsame Betrachtung musikalischer Gegenstände wird vor allen stilgeschichtlichen oder kunsttheoretischen Untersuchungen zuerst das richtige Hören von Musik vermitteln müssen; denn ohne einige Vertrautheit mit Musik selbst kann uns irgend ein noch so tiefer Qedanke über Musik, d. h, über die Beziehung von Musik zu außerrausikalischen Dingen, nicht gegenständlich werden. Diese außer musikalischen Dinge (geschichtlicher oder ästhetischer Art) müssen wir im Anfang musikalischer Usbungen um so entschiedener beiseite drängen» je verlockender und wichtiger sie gegenüber der schwierigen und beschränkten Besprechung eines einzelnen musikalischen Werkes sich darbieten. Es handelt sich also darum, Musik verständlich zu machen, d. h. den Ungeschuften dahin zu bringen, daß ihm ein Tonwerk als sinnvoll, als System von Ausdrucksmomenten bewußt wird. Der für den Anfang geeignetste Gegenstand musikalicher Erklärung M iür uns das Lied. Auch dem „Unmusikalischen** wird leicht die Gliederung jedes Liedes in Abschnitte deutlich zu Aachen sein, die ja meistens den Verszeilen des Textes entsprechen. Nun wird es sich zeigen, daß die Abschnitte untereinander in mannigfachen Beziehungen stehen. Eine Aufwärtsbirwegang wird in einem anderen Abschnitt wiederholt oder umgekehrt werden. Ein rhythmisch oder melodisch auffälliges Gebilde wird in allen Teilen wiederkehren oder auch gerade nur einmal auftreten. Alle diese Einzelheiten werden sich nun leicht ab Ausdrucksmomente verdeutlichen lassen, indem man durch den von, vornherein feststehenden Gesamtcharakter jenes Liedes sie erklärt, oder viel schöner diesen Gesamteindruck aus ihnen entstehen läßt. Nachdem so durch sorgsame thematische Erläuterung ein gewisser Grad künstlerischer 172

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.