Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- 6-7 (3.1921)
- Date
- 1921-03-01
- Page
- Seite 122 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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sich einzuschränken, weil jeder weiß: hinten gibt der Waad-Hazirim oder die Ica; falls es nicht reicht, borg* ich noch ein bischen. Der Bericht von Kineret: Das Jahr ist geglückt, Einnahmen gut usf. Nächstes Jahr wollen wir das und das tun. Aber wir müssen neue Zulage für einen Mot.rpflug haben; ohne das geht es überhaupt nicht usf. usf. Das ist dieser Chalukahgeist. Anstatt Schulden zu bezahlen und endlich, seit mehr als 10 Jahren Wirtschaft, kein Defizit mehr zu machen, macht man neue Schulden, der Motorpflug n. b. ist bald kaputt und man arbeitet weiter mit Pferden. Denn es gibt keine Maschinisten und Ersatzteile. Und die Chaluzim I GewaltEs gibt auch Einige unter ihnen, die was wert sind. Der größere Teil ist Abenteurer oder unreife Strohfeueridealisten. Und besonders aus Polen kommt oft erbärmliches Material. Wir sind jetzt hier schon 5 Blau- Weiße: Estermann, EU Ascher, der in Chulda arbeitet, Noidwind, Feinberg in Migdal und ich. Außerdem Oesterreicher, darunter Irma Singer, die Verfasserin des „Verschlossenen Buches". Und in uns allen hier ist das Bedürfnis ganz stark irgendwie zusammen zu kommen und eine Insel im arabischen und arabisieiten Meer zu bilden. Ohne Datum. ... Ueber das, was unsere Leute dort zu tun haben meiner Ansicht nach, ist bald geschrieben. Hier liegt es so, daß man nach Möglichkeit Kwuzoth gründet Also kaum Leute als Bauern ansiedelt. Dazu gehört ein bischen Kapital, und das hat kein Chaluz. Sie kommen alle nach monatelangen Irrfahrten vollkommen verhungert und abgerissen hier an. Und Ihr werdet ja auch wohl kei» großes Kapital (bei der Valuta) aufbringen können. Sa liegts ökonomisch. Sozialistisch oder pädagogisch ist die Kwuzah die beste Schule, die wirklich aus Nichts Menschen macht; die schleift besser als der preußische Komß. Und auch rein praktisch lernt man allerhand. Dort sollt Ihr Kwuzoth bilden, 10 20 Leute» die alle sich kennen, die irgend wie zu* einander gehören (ein Drittel Mädels) und dann dort lernen was es gibt, Ackerbau Viehzucht, alles (Milchwirtschaft und Käsebereitung für Mädels kolossal wicht g; es gibt keinen Käse im Land) Geflügelzucht mit Henne und Brutapparat Bienenzucht. Die hiesige Biene ist außer ordentlich produktiv. Das ganze Jahr Blumen die Fülle. Die Waben sind doppelt so groß wie in Deutschland, und es ist möglich, dreimal im Jahr Honig zu nehmen. * . „ . Winterfütterung gibt es natürlich nicht. Und fcaum ein Mensch beiaßt sich damit (In den Kwuzoth fängt man jetzt an.) Das ist aber eine Sache, die grürdüch gelernt werden muß und viel Liebe fordert Aber der Honig! Solchen habt Ihr dort nicht Ferner: Pflanzungsbau hai nicht viel Sinn, dort ist nichts los damit Weinbau lohnt sich dort auch nicht Aber Gemüsegädnerei und Blumengärtnerei Die paar Templerfamilien, die es noch gibt, verdienen Heidengelder mitSameazucht ur d Blumen. Und auch ästhetisch» Der Mangel an Blumen ist so. kulturlos. In den reichen Kolonien Jehudas. vordem Haus, nichts,Kehricht,Schlampsigkeit Und komme nach dem verlassenen Sarona — da sieht noch jetzt alles wie ein Garten aus. Daß Mädels kochen, nähen, Brothacken usw. können, ist ja selbstverständlich. Aber die Jungens. Inf wißt nicht, wieviel wert es ist, wenn einer mit Tischlerzeug, mit Schlosser- und Glaser- oder Schmiedezeug umt QO