Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- 4-5 (1.1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 92 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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ein Ast. Uebrigens ist mir beim Traubenessen eine Weisheit aufgegangen, die- -^eher schon in sechs gelehrten Btkhern -eht, die mir aber noch dort keiner esx'ihlt hat. Daß nämlich die Sukkoh mit der Wüste nichts zu tun hat. Da gibts weder Laub noch Sukkoh, sondern höchstens Ziegenhaarzelte oder garnichts. Damals wie heute. Die Sukkoh ist ein Bauernbrauch, zur Zeit, wo das Getreide oder Obst auf dem Felde ist. Da wohnt ganz Palästina draußen in der Sukkoh, um zu wachen, Oscar Theodor. Blau-Weiß und K.J. V. Zwischen der Bundesleitung des Blau-Weiss und dem Präsidium des K. J. V. fand eine Besprechung statt, in der die Möglichkeiten gemeinsamer Arbeit untersucht werden sollten. Die Aussprache hatte ein gutes Ergebnis, das günstige Aussichten für die zukünftige Arbeit beider Gruppen eröffnet. Wenn dieser Erfolg eingetreten ist, an dem wohl bis vor kurzem viele Angehörige sowohl des Kartells als des Bundes gezweifelt hatten, so liegt der Grund darin, daß die gemeinsame Arbeit einem wirklichen inneren Bedüifnis entspricht. Man kam nicht zusammen, um sich kühl und zweckmäßig zu überlegen*, wie man einander nützen könne. Man kam auch nicht auf den Gedanken, daß man sich gegenseitig Vorzugs und Fehler vorzurechnen hätte. Vielmehr prüften die führenden K. J.V.er und die führenden Biau-Weißen die inneren Voraussetzungen und Notwendigkeiten ihrer eigenen Arbeit und auf diese Weise, aus dem Gefühl der eigenen Verpflichtung, stellte man Gemeinsamkeiten fest, die natürlich stärker zusammenführen müssen als ein auch in bester Absicht beschlossener Zweckverband tun könnte. Die Gemeinsamkeit der Stimmung, zeigte sich darin, daß bei den besprochenen Fragen Unterschiede der Anschauungen kaum zu bemerken waren. Es gab nicht etwa eine Meinung des K. J.V., der die Meinung des Blau« Weiß gegenübergestanden hätte. Dar her^kann es genügen, wenn die Ergebnisse der Aussprache festgestellt werden. Die Jugendarbeit wird als gemeinsame Aufgabe empfunden. Das K. J. V. will sich bemühen, dem Führermangel des Blau-Weiß nach Möglichkeit abzuhelfen. Geeignete K. J.V.er 'sollen sich dem Blau-Weiß zur Verfügung stellen. Der Blau-Weiß will seinen älteren Mitgliedern, soweit sie nicht durch die Führertätigkeit in Anspruch genommen werden, den Weg ins K. J.V. eröffnen, wo sie eine erwünschte Ergänzung der Erziehung erhalten können und namentlich in den Sport-Verbindungen eine verwandte Atmosphäre finden. In den Jugendgruppen, in denen K. J.V.er führende Arbeit leisten, sollen sie sich bemühen, das in Uebereinstimmung und Fühlung mit dem Blau-Weiß zu tun. Es muß noch einmal hervorgehoben werden, daß nicht etwa ein Austauscfcverfahren Zug um Zug vereinbart wurde» sondern daß man ohne Rücksicht auf die gegenseitigen Vorteile aus einem gemeinsamen Bedürfnis heraus zu diesen Ergebnissen kam. Sie sollen selbstverständlich in beiden Verbänden nicht mit mechanischen Zwangsmitteln durchgesetzt werden, sondern die Leitungen werden ihre Ueberzeugungen ver- 92