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Blau-Weiss-Blätter · 1921-01-01 · 4-5 (1.1921) · p. Seite 61

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Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
2 (1920-1921)
Issue
4-5 (1.1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 61 (sequence 7)
Language
German
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schon gestellt waren, wird man mit ihnen schwerlich zurande gekommen sein. Damit aber lenkt die Erörterung vom Was auf das Wie ein, und es bedarf hier zweifellos eines weiteren Ausholens. Seit Monaten ist der Begriff der Gegenständlichkeit in Umlauf gekommen, and die Sache, die als Methode das ganze Gegenteil eines Rezepts ist, hat so den Geruch angenommen ein neuer Tip zu sein, der irgendwo ausgegeben, zu allen Anwendungen bereit steht* und über alle Schwierigkeiten hinweg hilft. Aul diesem Wege aber begnügt man sich»mit dem leeren Namen,, während die Sache selber nicht klarer, sondern nur dunkler wird. Was ist nun mit dem Begriff gemeint gewesen? Gegenüber der „Methode" unserer romantischen Zeit, t>ei der auf dem Betrachter der Ton lag, wo immer vojn Erl eben die Rede war, handelte es sichhier kurz gesprochen, um das Erkennen der Sache, der Dinge, diejms „entgegenstehen". Bin Gegenstand ist der Inbegriff von Bedingungen, unter denen er steht, und diese zu erforschtn heißt jenen in seiner Gegenständlichkeit begreiien. Berauschte man sich früher an der Wirkugg eines Kunstwerks, so trachtet man heute nach dem Gesetz seines Aufbaus. Aus der praktischen Tätigkeit und der Einsicht in die pädagogische Unmöglichkeit der ehemaligen Arbeitsweise hat sich die heutige ergeben. Welche Richtung damit für den Heimabend angesagt ist, leuchtet ohne weiteres ein. Es wird einmal die Möglichkeit zu ganz anderer und viel intensiverer Arbeit <3a sein, und das Nachdenken über das „Wie" für den Führer wird mit Notwendigkeit auf die Frage und die Kunst zu fragen herauslaufen. Ich bin mir bewüßt, daß das nur Andeutungen sind; zum Zweck einer grundsätzlichen Klärung werden sie aber wohl ausreichen. Ich könnte Euch sehr viele Beispiele aus unserer Breslauer Erfahrung anführen, aber dazu mag in der Diskussion mehr fjelegenheit sein. Ueber Spielen wäre manches zu sagen. Es ist doch merkwürdig, daß man über den Völkerball nicht hei auskommt. (Zurufe: Raff ball!) Sicherlich wird auch Raf Iball und anderes gespielt, aber nichts hat sich so stark entwickeln können, um den Völkerball aus seiner Stellung zu verdrängen. Das mag damit zusammenhängen, daß der zugsbildende Faktor sich in den andern Spielen, die einzuführen versucht wurde, nicht in dem Maße als hier ausprägt Wie viel aber auch aus dem alten Völkerbali noch'herauszuholen ist erkannten wir z. B. in Breslau im Oktober. Wir machten eine Treflahrt sämtlicher Züge und zwischen ihnen Wettspiele. Man spielte mit ganz neuer Lust und einem Ernst, der alles viel stärker zusammenriß. Hier möchte ich Eure Aufmerksamkeit auf eine Bewegung richten, von der wir .im einzelnen unendlich viel Jemen und benutzen können, wem auch ibre Grundlagen von den unsern völlig verschieden sind. Ich meine j3je_Boyscpu|-Bfcwegurg. Was hier geleistet wird, um die Sinne zu erwecken und zu sclmjen, isflfurchaus für uns brauchbar. Kriegsspiele haben bei uns einen bäppchen Klang bekommen, und Vorurteile, die hier kursieren, richten sich überhaupt bei uns gegen Idee und Arbeitsweise der Pfadfinderei. Es ist hier nicftt der Ort sie zu zerstreuen. Wie oberflächlich sie sind, erkennt jeder, der $a§ Buch Baden-Powells, aus dem die Bewegung hervorging, studiert hat. Beobachtung und Schlüsse ziehen, z. B. Spurenlesen, wie sie hier verstanden u*ld gelehrt werden, sind herrliche Dinge. Besonders für die Jüngeren. 6i

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