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Blau-Weiss-Blätter · 1920-12-01 · 3 (12.1920) · p. Seite 38

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Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
2 (1920-1921)
Issue
3 (12.1920)
Date
1920-12-01
Page
Seite 38 (sequence 8)
Language
German
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und theoretisch gesräuftes Fachleuten, wofür man selbstverständlich auch Andersgläubige heränztaer könnte. Die Blauweiß Jungen müßtensich dann verpflichten, bestimmt Snr-gea in der Woche Gartenarbeit zu verrichten, und auch"einen Teil der Fsz&i eim ausnützen. Für die Ausnutzung der Ferien kämen auch einschlägt Obst- und Gemüsegärtnereien in Frage, die zu dieser Zeit für Hack-, Pflückm& fetearbeiten mehr als sonst Arbeitskräfte verwenden. Das Hauptgewicht jedoch auf die Ausbildung der schulentlassenen . Jugend zu legen. Da äsi es dringend notwendig, und das kann man nicht oft genug wiederholen, •&& hßsr sich selbst gewissenhaft prüft, ob er imstande sein wird, eine Lehrasc asier den Voraussetzungen, die ich Ihnen schon an-"> gegeben, habe, durctesacass. Außerdem sind Fachleute mit zu Rate zu ziehen, die eine Aitslsse statuieren, ganz frei von persönlichen Beziehungen und politischer Richtung, ren sachlich nach den Gesichtspunkten der körperlichen, geistigen und srqralischen Tauglichkeit. Als Lehrsteilen für Gärtner sind vor allen Dingen AMeta und Peine aufzusuchen, weil dort die besten Grundlagen für die An büdurg gegeben sind. Daran, daß in diesen Anstalten eine etwas straffe DisräEs herrscht/ darf sich keiner stoßen, dem es mit der Erlernung des Gartenbizs wirklich ernst ist. Wir müssen alles daran setzen», in Ahlem und Peine vikk Zionisten unterzubringen, dann wird der zionistische Geist das Leben dort feaid von selbst durchdringen. Dann kämen als Ausbildungsstätten Halbe End Messmgwerk in Betracht, die sich schon jetzt palästinensischen Verblassen anpassen und das Hauptgewicht auf rein praktische Ausbildung legen. Neuerdings geht man auch in Markenhof bei Freiburg daran, den Garten bausärieb zu erweitern, so daß im Frühjahr dort einige Lehrlinge aufgenommen werden können.- In Köstritz in Thüringen gibt es noch eine deutsche Gaitserlehranstalt, in der schulentlassene Jungen mit Erfolg eine zweijährige praktiscos Lehrzeit durchmachen können. Andere deutsche Ausbildungsstätten sind Wäistock i Ostprignitz, Oranienburg b. Berlin. Für diejenigen aber, die in Giesen Lehrbetrieben nicht unterkommen können, muß jedes Arbeitsamt versatiben, die Lehrlinge aus ihrer Stadt dort selbst-unterzubringen, weil damit eer Vorteil verbunden ist, daß die Lehrlinge zu Hause, wohnen können und t&rft eine Hanptschwierigkeit bei der Aufnahme entfällt. Es kämen für msere Zwecke nur mittlere Obst- und Gemüsegärtnereien in Betracht, in denen däe Gewähr gegeben , ist, daß der Lehrling zu allen vorkommenden Arbeits® mit herangezogen wird. In großen Gärtnereien rechnet man zu sehr mit der Arbeitskraft 4es Lehrlings, und es kann vorkommen, weil die Kulturen spezialisiert sind, daß er wochenlang eintönige Arbeit leisten muß. In Kleirgärtnereien sind dagegen die Arbeitsmethoden häufig rückständig, und es besteht die Geiahr, daß der Lehrling auch .zu häuslichen Arbei en mit hingezogen wird. Dort aber. Wo die Möglichkeit besteht, Lehrlinge in Privat- oder Gutsgärtneren unterzubringen, soll man es unbedingt tun. Es ist das gegebene Feld für die ländlich gärtnerische Ausbildung, wie wir sie für Palästin» brauchen. Ich habe schon erwähnt, daß ich die zweijährige Lehrzeit für das Mindestmaß der Ausbildung eines Lehrlings halte. In Obst- und Gemüsegärten hat der Lehrling im ersten Jahr Gelegenheit, die elementarsten Arbeiten zu erlernen: Graben, Düngen, Hacken» Säen, Jäten, unter Umständen Pflügen und Gespannarbeiten leisten, Pflege» 38

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