Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 1 (1917-1919)
- Issue
- 4 (3.1918)
- Date
- 1918-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Guben 1× ep/1044673
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mt Limen also kein bestimmtes Endziel, vyr Augen haben, sondern wir habm mrr vorzue^iehen, auf eine andere Erziehung hin. . n Wmn wir diese Beschränkung richtig -verstehen, leisten wir übergenug. Wir haben in unsere Wanderer den Willen zum besseren, höheren Menschen hineinzulegen, wir haben Ln ihnen ein selbstverstäMiches jüdisches Gefühl zu erzeugen, in ihnen eineWegeisterung zu entzünden, die sie in ihrem ganzen Leben nie verlieren, die sie auf immer vor dem Philisterwerdeu bewahrk. > < Durch unsere enge Gemeinschaft, dadurch daß Juden von früher Kindheit m mit Juden in engster Verknüpfung leben, durch Wiederbelebung unserer alten Feste in der Natur, soll eine Atmosphäre jiidischen selbstverständlichen Gefühles hosscher^ Ein- Hineintragen von Problemen, die früh : genug kommen,, must schädlich wirken. :.v .;; - Zn dem Gefiihlsleben des jungen Menschen wahrend der Pllbertatszeik spielen sich so viele Kämpfe ab,, daß der. Führer seine ganze Kraft notig hat, um seine» Wanderern darüber hinwegzuhelfen. Die Probleme des Judeseins und deS Judentums zu losen zu suchen, mag den Jahren. Vorbehalten sein, in denen der Blau-Weiße in andere Gemeinschaften tritt,—mögen sie nun B. I. St., Herzlklub, Siedlungsheim u.a.m.sein, — in denen er Erzieher findet, die nichtmehr wie der Dlau-Weißftlhrer in der Entwicklung stehen, sondern die dem jungen-Menschen wenigstens fertige geistige Grundlagen bieten können. - . „Aber ist ein solcher Blau-Weiß noch Bewegung?" wird Karl Glaser stagen. „Wo find die heiligen Insignien: „Ganzheit, Geist, Größe!" Ich frage dagegen: Müssen wir denn in so hohem Sinne Bewegung fern? Ist es durchaus nötig, sich unerreichbare Ziele zu stecken und dann an allem zu zweifeln, wenn die wirklichen Ergebnisse zu sehr enttäuschen? . „Wir alle haben Ursache recht bescheiden zu sein." Aber diese Bescheidenheit möge auch auf unsere Aufgaben beschränkend wirken. Es ist wirklich nichts kleine- oder leichtes, in der jungen jüdischen Generation Begeisterung fiir unser Volk, für alles Gute und Reine zu erwecken, in sie die Grundlagen zu ihrer späteren jüdischen Entwicklung zu legen. Wozu nach Ergebnissen streben, die wir infolge Mserer Struktur als reine Iugendbewegung nie erreichen können!. Bewegung in. dem Sinne, daß wir nichts bestimmtes, gefestigtes, sondern Och stetig weiter entwickelndes darstellen; daß wir aber auch nur ein, wenn auch wertvolles Glied in der gesamten jüdischen Bewegung bilden. ... . Es scheint nötig, daran immer wieder zu erinnern. Wie wir von dem einzelnen, der zu uns kommt. Einstellung und Unterordnung unter unsere Gemeinschaft fordern, so hat auch unser Bund die unbedingte Wicht, sich einzuordnen in die große Bewegung des neu erwachten jüdischen Volkes. Zurzeit: Guben. Walther Mannheim. Uebrr die Gründung neuer Manderbnude Nach den vielfachen Einschränkungen, denen das Leben in den einzelnen Ortsgruppen dmch den immer steigenden Druck des täglichen Lebens ausgesetzt ist, wird Es zu Beginn normaler Verhältnisse unumgänglich notwendig sein, mit der Werbemöttt neu zu beginnen. Durch den Verlust der führenden Personen eingegangene Ortsgruppen müssen zu neuem Leben erweckt werden und überdies wird.man trachten, - ' ■ ' < 77