Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 1 (1917-1919)
- Issue
- 1 (6.1917)
- Date
- 1917-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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iratcrt Männer auf, die ein „Zurück" forderten. -Zm Nomadenleben— soweit gingen einige — fei für das Hebräertum die einzige Gesundung; andere forderten unbedingte Rückkehr zum Jahresdienst. Und der Führer dieser Menschen, die alles Hingaben für die Idee, .die mutig als einzelne der Masse zu trotzen wagten, war Elijahn der Tischbi. Er bedeutete für seine Zeit .den Gernns einer neuen Epoche. Welch ein ungeheurer Eindruck sein Auftreten aber auch noch auf viel spätere Generationen gemacht haben mutz, laßt sich ans der Doppelrolle ermessen, die er schon in der Bibel spielt uub der er wohl seine Rolle als Sagengestalt verdankt- Schilderv ihn doch der Königsbncher nicht, mrr M Warner mrd Förderer, als Staats- «ann^ist er doch von vornherein ein, nein der vom göttlichen Geist beseelte Heros. Wenrr er dem König Achab Verderben weissagte für seinen Frevel am Rabats dämr «scheint er äks der seelisch reine nnd feste, Willensstärke Mensch, der das Gewissen && Volkes ist Int Angreifer der Baakim erkennen wir den klarblickenden, idealistischerr Politiker, der das innere Wesen seines Volkes versteht. Der Heros Elijahn nmß Uebermenschlichrs ausfirhren können. Deswegen kann er Kranke Heiken mfo Tote erwecken, und deswegen kann er keines natiirlichen Todes sterben, sondern wird iar Feuerwagen der Elohim in den Himmel entnickt, wie einst Chanoch. der als Matatron Fürst der Himmel ist. ' ~ ■ v*:: Dieser niemals gestorbene Elijähn ist es, der in unseren Sagen fortlebt, und e§ lag mir daran, ihn klar im Menschen und Propheten erst M begründen nnss dann von ihm hervorznheben. Dazu las ich aus der Bibel seme Berufung und Äundertaterr (l. Kön. 17) und seinen Tod (2. Körr. 2). Hier wies ich auch auf fein schönes Verhältnis zn ELischa hin. Und dann schloß ich den Kreis: Ich kam Meder zurück auf die Sagengestalt und las eine Erzählung von Perezr Der Zauberer. Ein armes Ehepaar kann sich keinen Sedtr machen. Indessen wollen sie sich nicht bei einem andern einladen, sondern vertrauen auf Gott, der ihnen schon Üöc§ euren Seder bereiten würde Run mär kurz vorher in ihrer» Städtchen ein Zauberer mit den merkwürdigsten Kunststücken aufgetreten. Dieser erschien plötzlich 6erihnen und lud sich zum Seder ein. Aber sie hätten doch gar keinen! O, das schabe nichts, er habe ihn mitgebrachk. Und nun läßt er Lichter, Tisch, Mazzot, Betten, alles aufs' schönste, aus der Lrrft berankommen. Die guten Leutchen wissen gär nicht, was mit ihnen geschieht, und holen sich Rat beim Rabbi. Er tzeruhigk sie: Wenn es böser Spuk sei, dann verschwände es. Ließe sich die Mazzah brechen, Kr'Wem trinken, die Kissen anfassen, dann ist es wirklich und von Gott geschickt: - Ättd sv war es. „und daerkannten sie, dass der Prophet Elyahn bei ihnen zn Gast gewesen war" - -- \ ' - 77' ‘ So schloß ich den Heimabend ab, denn in diesen Rahmen hatte ich ihn ein- Kannen wollen Du' siehst, daß ich manches nur streifen konnte, was an sich viel üefer ausgebaut werden könnte. Besonders reizte mich eigentlich die geschichtliche Aölle Elijahns dazu, auf die Größe dieser Kämpfe und Zeiten bedeutend naher und Üeser einzngchen. Indessen hätte dies nicht völlig zn dem Bild gepaßt daß ich hier' geben sollte. Inwieweit Dn es anerkennst, weiß' ich nicht; ich würde , mich jtmcif, wenn Dn' mir Deine Meinung dazu sagtest. . - V , t.. , Schaloml. , r. 7 Dem' »y-dckhl.0 Nckhm:.