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Judaica · 1937-11-01 · 25-26 (November 1937) · p. Seite 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
4 (1937)
Issue
25-26 (November 1937)
Date
1937-11-01
Page
Seite 31 (sequence 33)
Language
German
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Wechselgerichtes. Mit einer Einleitung von Dr. Artur Goldmann. Während die wertvolle Arbeit Artur Goldmanns über das verschwundene Wiener Judenbuch keine Beziehungen zur Geschichte des Pressburger Judentums enthält, gibt es in den Aufsätzen von weil. Dr. Bernhard Wachstein und dem Weiner Oberrabbiner J. Taglicht reiches Material dafür. (Siehe auch unter „Historische Notizen” in dieser Ausgabe). Wir finden Daten zur Handels- und Familiengeschichte der Biedermanns, Oppenheim, Leidesdorfer, Theben, Brill, Wertheim usw. Die reorganisierte jüdische Mädchenschule anno 1839 In der Biographie des Pädagogen Lazar Horowitz (Judaica 5—6) wird die Geschichte der jüdischen Mädchenschule durch Horowitz dargestellt. Im Archiv der Preßburger orth. Gemeinde befindet sich das nachstehend publizierte Dokument der Reorganisation der Mädchenschule. Die Eingabe ist offenbar von Horowitz verfaßt und eigenhändig geschrieben. Löbliche königliche Ober-Studien Direction! Die hiesige Isr. Gemeinde, tief und dankbar verpflichtet für den gnädigen Schutz, den die löbl. kl Ober-Studien Direktion ihren Schulanstalten überhaupt, und insbesondere der jüngst reorganisierten Mädchenschule angedeihen läßt, fühlt sich pflichtschuldigst bewogen, derselben den Plan unterzubreiten, nach welchem sowohl die innere Einrichtung, als auch die äussere Leitung der erwähnten Mädchenschule geschieht: 1. Die Schule besteht gegenwärtig aus einer Elementar, einer 1., 2., und 3. Klasse. 2. In der Elementar Classe werden Mädchen von wenigstens zurückgelegten 5 Jahren aufgenommen. Sie hat einen Jahrgang, in welchem das Lesen — hebr. uw deutsch —, die Kenntniß der Zahlen, Sprech- und Gedächtnißübungen gelehrt werden. 3. In der i-ten Classe wird das richtige Lesen, aus dem vaterländischen Namenbüchlein; Sittenlehre, aus dem, vom Herrn L. Horowitz verfaßten Benoth Zion; Schreiben, auch die ungrischen Schniftzeichen; die ersten 3 Specien im Rechnen; und Vorübungen der deutschen Sprachlehre gelehrt. Hierzu sind 2 Jahrgänge bestimmt. 4. In der 2-ten Classe wird in einem Jahrgange gelehrt: Religion, aus erwähntem Benoth Zion; Lesen; Schreiben; alle 5 Specien im Rechnen; deutsche Sprachlehre, bis nach den unregelmäßigen Zeitwörtern und Orthographie. — 5. In der 3-ten Classe wird in 2 Jahrgängen gelehrt: Reliligion, Beschluß des Benoth-Zion; Schönlesen, Schreiben, Rechnen in benannten Zahlen; die biblische Geschichte, nach einem vom H. D. Horowitz verfaßten Handbuche: Beth Jacob; Beendigung der deutschen Sprachlehre; Diktando; Stilübungen; Geographie; der österreichische Staat. 6. Handarbeiten werden gegenwärtig von 2 Lehrerinnen durch alle Classen gelehrt. 31

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