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Judaica · 1937-11-01 · 25-26 (November 1937) · p. Seite 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
4 (1937)
Issue
25-26 (November 1937)
Date
1937-11-01
Page
Seite 29 (sequence 31)
Language
German
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Historische Notizen Die grosse Ueberschwemmung in Freusburg anno 1809. Bericht der „Pressburger Zeitung” (No. 7). Auch die hiesige Judengemeinde hat sich sehr liebreich dabey benommen, indem über 100 unglückliche Christenfamilien von ihnen aufgenommen und mit allen Nothdürftigsten versehen wurden.” (Der Schaden wurde auf 136.994 Gulden geschätzt. In Judaica No. 7—8 ist bereits ein Fragment einer Sammelliste der Gemeinde veröffentlicht worden. An der Spitze der Spender für die zumeist christlichen Opfer der Überschwemmung steht Chatam Sofer mit 20 fl., dem vierten Teile seines Monatsgehaltes.) Maria Theresia annulliert den Vertrag Simon Michels mit der Stadt Tyrnau. In unserer letzten Ausgabe haben wir bemerkt, dass der von Simon Michel im Jahre 1717 mit der Stadt Tyrnau geschlossene Friedensvertrag anscheinend nicht in Geltung geblieben ist, da unter der Regierung Maria Theresias eine Beschwerde der Birkenölfabrikanten eingelaufen ist, dass Samuel Simon Oppenheimer mit seiner Ware von den Tymauern abgefangen worden und gegen Strafe von 50 fk freigelassen worden sei. In dieser Beschwerde wird keine Berufung auf den erwähnten Vertrag versucht. In dem von der Historischen Kommission der Wiener isr. Gemeinde herausgegebenen Werke „Nachträge” usw. (Siehe weiter unten S. 30) ist eine Randbemerkung Wachsteins enthalten (Seite 47), welche besagt, dass dieser Vertrag im Jahre 1756, also nach beinahe vierzigjähriger Geltung aufgehoben worden sei, „da solche (die verliehene Freiheit) eine von höchster Gewalt anerkannte Strafe (für die Juden) in sich enthält aus eigener Willkür abzustehen nicht erlaubt werden könne”. Arzte des Ghettos Am 15. März 1835 bittet Leopold Elkan, Chirurgis Magister und gewesener k. k. Ober-Arzt, dass die Pfändung der Gemeinde auf den von seiner im Alter von 90 Jahren verstorbenen Mutter Leni Löblin geerbten Synagogen-Sitz für 90 fl. schuldige Toleranztaxe aufgehoben werde. Er sei unverschuldet in Not geraten, seit zwei Jahren dienstlos und sehe sich mit sieben unmündigen Kinder dem Elend preisgegeben. (Die Schriftzüge deuten auf einen zerfahrenen exzentrischen Menschen), Roth Samuel Generalia Biostaticae Dissertatis inauguratis polirico-medica quami. in ... . Universitate Hungarica Pestiniensi publicae disquisitione submittit. Pestini.. . Types nobili Ludovici Länderer 1821 (8r füz.) (Roth Samuel war der Urgrossvater des sei. Primarius Hugo Roth). 29

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