Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 4 (1937)
- Issue
- 25-26 (November 1937)
- Date
- 1937-11-01
- Page
- Seite 11 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Bibliotheksaal des Ahawat-Zion-Vereines Büro der zionistischen Landesorganisation (1905) (Zum Artikel: „40 Jahre Zionismus”) ]n rons* rrorf eine Gesellschaft für Auswanderung nach Amerika. (Den Aufruf dieser Gesellschaft haben wir in Judaica 11/12, Seite 3 veröffentlicht). Im Archiv der Obudaer (Altofner) Gemeinde befindet sich ein Schreiben der Auswanderer-Gesellschaft, das uns Herr Soma Galosi mit dankenswerter Freundlichkeit kopiert hat. Statt Moritz Strauss, dem Gemeindelehrer, figuriert hier W. Steinhardt als Schriftführer. Ehrbare und Schätzbare! Vor etwa sechs Wochen erschien unser Herr Director Korn in Ihrer Mitte und stellte im Namen der Pressburger Auswanderer-Gesellschah an Sie das Gesuch, der auswandernden Colonie eine Barsteuer gütigst zu bewilligen und überbrachte bei dieser Gelegenheit das Programm und den Aufruf unserer Gesellschaft. Sie entliessen Herrn Korn mit der befriedigenden Antwort und den gütigen Bescheid, für unsere Gesellschaft in Ihrer Gemeinde eine Collecte zu veranstalten, welche Sie dann an Herrn Oberrabbiner Schwab zur Uebermachung an uns übergeben wollen. Wir haben seit damals wohl schon Geld durch Oberrabbiner Herrn Schwab erhalten: doch darunter war keines aus Altofen, weshalb wir uns die Freiheit nehmen Sie an Ihr gefälliges Versprechen zu erinnern. Von unserem Vorhaben hat sich schon ein kleiner Theil realisiert, und sind bereits 12 Mitglieder nach Amerika abgegangen. Die ganze Gesellschaft besteht jedoch aus 70 Mitgliedern, darunter 30 Familienväter mit Kindern, welche sich sämtlich bloss für Landbau bestimmen und zur Uebersiedlung bereit sind, sobald die Unterstützungsgelder erklecklich eingelaufen sein werden. Wollen Sie verehrte Herren! als Vertreter einer alten, ehrwürdigen Gemeinde auch Ihre Unterstützung nur nicht versagen. Wir stehen um so mehr auf dieselbe an, als wir von anderen Gemeinden, in welchen kriegerische Rüstungen vorgenommen werden, ohnehin wenig zu erwarten haben, nur auf solche angewiesen sind, welche vor Plünderung bewahrt und vom Gardendienste verschont blieben. 11