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Judaica · 1937-07-01 · 23-24 (Juli 1937) · page 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
4 (1937)
Issue
23-24 (Juli 1937)
Date
1937-07-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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spondenz, wie sie selbst unter Laien in unserer Gegend so häufig war. Horawitz dachte auch sicherlich nicht daran, dass diese schöne Epistel zum Gegenstände einer bewundernden Besprechung in einer Zeitschrift werden würde. Wer weiss, wie viele solche Briefe er geschrieben hat und wer weiss, wie viele solche Horowitze damals solche Briefe schrieben, Briefe, die uns nicht erreichten! Erzählt doch David Kaufmann, dass die Frauen der Familie des Moorer Rosenthals wochenlange ihre Öfen mit der kostbaren hinterlassenen Korrespondenz Rosenthals geheizt hatten. Sie schrieben fast alle diese Gelehrten, ihr geliebtes hebräisch mit sorgsamer schönen Kalligraphie. Horowitz knüpft an eine Wahrnehmung des Ramban und des Luzzato an, dass in der Bibel, wenn ein Wort mit demselben Buchstaben endet, mit welchem das nächstfolgende beginnt, der letzte Buchstabe des ersten Wortes wegfallen kann. Darum sei auch das Alef in Wajikra klein, weil das nächste Wort mit Alef beginne. Hermann Horowitz setzt seinerseits diese Wahrnehmungen fort und kommt oft zu überraschenden Entdeckungen, die zu besserem Verständnis dunkler Bibelstellen führen. Die vier Oktavseiten sind eng beschrieben und daher sehr inhaltsreich. Auf der letzten Seite sendet er seinem gelehrten Freunde einige (hebräische Charaden zur Zerstreuung an den zwei Feiertagen. So zerstreute sich einmal der gebildete Arzt in Turocszentmärton. Dr. Adolf Tyroler verdiente auch einmal, dass seine Persönlichkeit und seine Laufbahn in einen sorgsam gezeichneten Lebensbilde für die Nachwelt festgehalten wird. Pressburger hebr. Dichtkunst. Adolf Aaron Ehrentheil, als Rabbiner von Horic am 19. Januar 1888 gestorben, studiert vor 1848 Talmud und Philosophie in Pressburg. Er übersetzt da eine Festode des ausserordentlichen Lehrers der hebr. Sprache am ev. Lyceum, Professor Stefan Tomasko. Diese Ode hat Professor Tomasko in Sanskrit gedichtet, Ehrentheil hat sie unter dem Titel „Areset sefotenu” ins Hebräische übersetzt. Sie ist in Max Emanuel Sterns Sammelheften „Kochbe Jizchak”, Band VIII. abgedruckt. Die Ode galt dem Palatin von Ungarn, Erzherzog Joseph. Welch ein hohes Kulturniveau von Meister und Schüler, der Sanskrit- Dichter und sein hebr. Übersetzer! Alte Drucke Austerlitz Karl. 1. Blumenakkorde. Ein lyrisch-didaktisches Gedicht. Mosaikgemälde. Pest 1826. — 2. Huldigung Seiner Exzellenz dem Herrn Grafen v. Cziräky. Ofen 1827. — 3. Zum sechzigsten Geburtstage Sr. Majestät (Pest 1828). — 4. Die Thaten der Vorwelt oder Biographien und Characterzüge berühmter Männer (Ung.- Altenburg 1839). — 5. Blumenkränze der reiferen Jugend gewidmet. (Daselbst 1839). Nähere Daten über die Biographie des genannten Autors stehen uns nicht zur Verfügung. 29

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