Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 4 (1937)
- Issue
- 23-24 (Juli 1937)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Unter den Opfern waren zwei Kohaniten. Abrahams und Jehudas, so hiessen zwei der Frömmsten, die laut betend im Feuer starben, Abraham mit dem Gebet: „Al hakol”, Jehuda mit „Min hamezar”. Letech und Kor. Zwei Massgeräte. Zitat aus Hosea 3, Z. Diese furchtbare Begebenheit hat die bis dahin geachtete Stellung der Juden in Tyrnau völlig erschüttert. Der Palatin Stefan Szapolyai hatte selbst den Holzstoss mit einer Fackel entzündet. Die unglückliche Schlacht bei Mohäcs (1526) hat den Groll der Bevölkerung völlig gegen die Juden gewendet. So schrumpfte die alte Judengemeinde von Tyrnau immer mehr zusammen, bis im Jahre 1539 der letzte Rest von Tyrnau und Umgebung ausgewiesen worden ist. Der Tyrnauer Friedensvertrag ist einzig in seiner Art. Ein diplomatischer Erfolg, der nicht durch Hintertreppenpolitik am Wiener Hofe erzielt wurde, sondern in einem friedlichen Einvernehmen, bei welchem es keinen Sieger und Besiegten gegeben hat. Dieser Friede scheint nicht sehr lange in Geltung gewesen zu sein. Es gibt einen Akt der priv. Birkenölfabrikanten an Maria Theresia, wo sie klagen, dass Samuel Simon Oppenheimer von den Tyrnauern mit seiner Waare abgefangen worden ist gegen 50 fl. Strafe. Das Privilegium Simon Michels wird darin nicht erwähnt. Im Jahre 1780 hat Josef II. alle Beschränkungen aufgehoben und den Juden auch Wohnrecht in Tyrnau erteilt. Seither befindet sich das dortige Judentum in steter aufsteigender Entwicklung. Zur Geschichte der jüdischen Gemeinden in der Slowakei Aus der Vergangenheit der Trenciner Judengemeinde Von weil. Oberrabbiner Mayer Stein, Trnava In der Burg des Mate Csäk, haben bereits vor 1300 Juden gewohnt. Der erste Kreuzzug artete in Böhmen in Judenverfolgungen aus. Die Flüchtlinge Hessen sich an der ungarischen Grenze nieder. Ein Jude Daniel kauft um 1300 in Trencin, von der Stadt bestätigt, Grund und Garten von zwei Bürgern. Doch lässt sich nicht nachweisen, dass die Juden da eine Gemeinde gebildet hätten. Erst durch die Verwüstung der Gemeinde Ungarisch-Brod durch die Tököly’schen Schaaren im Jahre 1663, vergrössert sich die Niederlassung von Juden in Trencin und anderen Gemeinden an der ungarischen Grenze, aber noch im Jahre 1736 zahlen sie ihre Steuer nach Ungarisch-Brod. In diesem Jahre gründen die Trenciner Juden die Chewra Kadischa. Später bauten sie den ersten Tempel, ein Holzbau, der bei der grossen Feuersbrunst samt den Schriften und Protokollen vernichtet wurde. Im Jahre 1790 wurde die Synagoge neu gebaut, im Jahre 11