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Judaica · 1937-02-01 · 21-22 (Februar 1937) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
4 (1937)
Issue
21-22 (Februar 1937)
Date
1937-02-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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da den Vater: Darf der Sohn den Vater solche Ehrenbezeugungen erweisen lassen?” „Ich erweise nicht meinem Sohne diese Ehren”, erwidert der Vater, „sondern dem Saare Thora.” Im Jahre 1828 gibt er den zweiten Band des „Saare Dea” heraus. Die Ursache der Verzögerung bewirkte der Umstand, dass das Manuskript in der Buchdruckerei verloren gegangen ist. Allein „Semen Rokeach” war im Stande, das ganze Werk aus dem Gedächtnisse wieder nieder zu schreiben. Noch schlimmer ging es ihm mit dem dritten Teil des „Orchot Mischpat”, das er dreimal schreiben musste, das erste ging verloren, das zweite fiel mit dem grössten Teil seiner Bibliothek dem grossen Schadenfeuer im Triesch im Jahre 1819 zum Opfer. Eine innige Freundschaft verband ihn zur Zeit des Mikulaser Wirkens mit dem berühmten Nove Mestoer Oberrabbiner David Deutsch, Autor des „Ohel David”. Dieser und die meisten contemporären Talmudgelehrten überhäuften ihn mit Zeichen der Hochachtung, aber auch die breite Masse des Volkes verehrte ihn, nicht nur wie einen Heiligen, sondern hing an ihm mit Liebe als den Gerechten, der kein Unrecht in seiner Nähe duldete und den Armen und Leidenden Beistand in der Not war. Und dennoch sehnte er sich nach einem anderen Wirkungskreis. Der Geist der Neuerer drang vom Westen her nach Böhmen und Ungarn vor und machte sich auch in Mikulas fühlbar. Schon im Jahre 1819 gab er auf Wunsch der Hamburger Orthodoxen sein Gutachten gegen die Reformbewegung ab, aber er war auch bestrebt auf das Herz und das Gemüt der Gegner einzuwirken. Er hatte seinen Besorgnissen um die Zukunft seines Mikulaser Wirkens oft geäussert. Die Abauj-Szantoer Gemeinde, deren Mitglied eine solche Äusserung hinterbrachte, sandte eine Deputation nach Mikulas, die ihm das Rabbinat angeboten hat. Er nahm an. In Szänto sah er mehr Gewähr für unbehinderte, über sein Leben hinausdauernde Wirksamkeit. Die Mikulaser Gemeinde empfand sein Scheiden als einen schweren Schlag und versuchte vergebens ihn zum Bleiben bewegen. Ehrengeschenk für Saare Thora*) *) Die Pressburger Gemeinde überreicht dem Rabbi Benjamin M. Löw diesen Becher für seinen Vortrag im grossen Tempel. Ob er damals in Vrbove oder Topofcany Rabbiner war, ist nicht zu entscheiden. 7

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