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Judaica · 1937-02-01 · 21-22 (Februar 1937) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
4 (1937)
Issue
21-22 (Februar 1937)
Date
1937-02-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Rabbi El easar Löw 1758—1837 von Oberrabbiner Dr. Leo Singer, Värpalota. Der grosse, ebenbürtige Zeitgenosse des Chatam Sofer, Oberrabbiner Eleasar Löw, nach seinem unsterblichen Erstlingswerke „Semen Rokeach” genannt, ist im Jahre 5518 (1758) in Wodislaw geboren. Sein Vater war der auch im rabbinerischen Schrifttum hervorragende Kaufmann Arje Löb, seine Mutter die ihrem Gatten würdige fromme Lea Reize. Beide Eltern waren Sprösslinge von berühmten Grössen der Talmudwissenschaft. Das junge Kind Eleasar wächst als bewunderter, vielverheissender „Iluj” (Wunderkind) heran. Er wird in die Talmudschule seines Grossvaters, des Ateres Pos gesendet. Rastloser Fleiss, leidenschaftliche Hingabe zum heiligen Studium, glühende Gottesbegeisterung lassen ihn da frühzeitig zum Meister reifen. Im 16-ten Lebensjahre kehrt er als autorisierter Rabbi ins Vaterhaus zurück. Im nächsten Jahr nahm er die edle, fromme Jitta, die Enkelin des Amsterdamer Rabbi Arje Löb („Gur Arje”) zur Frau und wurde im selben Jahre zum Dayan, Rabbinatsbeisitzer, später zum Vorsitzenden des Rabbinatskollegium in seinem Geburtsorte gewählt. Der Ruhm seiner Geistes- und Charaktergrösse verbreitete sich über die Grenzen seines Landes hinaus. Nach drei Jahren berief ihn die Gemeinde von Piliza, neben Krakau, an den Rabbinatssitz. Dort entfaltete er seine Schwingen. Er wird der Meister einer anwachsenden, grossen Jeschiba, der Ruf als Gelehrter und gerechter fachkundiger Richter brachte die Menge von strittigen Rechtsfällen religiösen und weltlichen Charakters aus Nah und Fern vor seinem Richterstuhle. Als Dreissigjähnger, im Jahre 5548 (1788), hat er bereits sein unsterbliches Werk, den I. Band seiner Responsen unter dem Titel „Semen Rokeach” der Öffentlichkeit vorgelegt. Die grössten talmudischen Autoritäten seiner Zeit, die Oberrabbiner Ezechiel Landau-Prag, Meir Barby- Pressburg und Jeremia Mattersdorf nennen ihn in ihren Approbationen „Hagaon hagadol”. Er war ein anerkannter grosser Lehrer in Israel geworden. Gerühmt war auch seine sittliche Grösse. Er ertrug die vielen herben Prüfungen des Himmels mit der Ergebenheit des Zaddik. Rabbi Benjamin W. Löw (Saare Thora) 3

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