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Judaica · 1936-11-01 · 19-20 (November 1936) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
3 (1936)
Issue
19-20 (November 1936)
Date
1936-11-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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bauung der Mühle sind bisher nicht aufgefunden, vielleicht auch nicht gesucht worden — der Tradition nach war ein Jude, der Erbauer und erster Besitzer derselben. In einer Seitenwand der Mühle waren auch Brustbilder eines Mannes und einer Frau der Überlieferung nach, der erste Besitzer aus Stein gemeisselt, eingemauert — dieselben bestanden noch bis vor etwa 15—20 Jahren, wurden da aber gelegentlich eines Umbaus bedauerlicherweise entfernt, und sind seitdem in Verlust geraten. Der Typus der Brustbilder war ein ausgesprochen jüdischer. Die Inschriften werden jetzt (1877) conserviert. Weiter bemerkt der Korrespondent, dass wie ein in Budin bestehender alter Friedhof, der seit 100 Jahren auf gelassen, schliessen lässt, Anhaltpunkte für die Voraussetzung geboten wären, dass zur Zeit der Erbauung der Mühle (die hebr. Inschrift Datum RZV 5296 die böhmische 1535) in Budin bereits eine jüdische Gemeinde bestanden habe. (Herr Taussig kopiert die Inschriften und setzt seine eigene metrische, daher nicht ganz wörtliche Übersetzung hinzu. Miklot dem die Mühle gehört Den Blick gen Himmel kehrt Und fleht von Gott in Himmelshöhe Dass Feuer ihm nicht schade und Wasser nicht aus ihm gehe Dass Balken durch Trägheit nicht sinkend werden Und er selig sei im Himmel wie auf Erden Das knapp unter der hebr. Inschrift stehende Böhmische, die uneingeweihte Leser irrtümlich für die Übersetzung des Hebräischen zu halten pflegen, lautet: Poziehnani Buozi To gest velike zbozi Pokora to je mudrost Prava spravedlnost to gest najvieczicznost Pes Himmels Segensgabe Ist die reichste Habe Demut ist an Weisheit reich Wahre Gerechtigkeit der hoch sten Tugend gleich. Wir haben auf unsere Umfrage keine Aufklärung über weitere Behandlung dieser jedenfalls höchst interessanten Verse erhalten. Trotzdem oben versichert wird, dass die beiden Brustbilder einen jüdischen Typus aufgewiesen haben, dünkt es uns, dass diese Inschriften vielleicht garnicht von einem Juden herrühren. Weder der hebräische noch der böhmische Vers gleicht der gebräuchlichen jüdischen Ausdrucksweise. Schon der Name ist selbst im tschechischen Teil fremdklingend, hebräisch hätte ein Jude sicherlich anders geheissen. Ein frommer Jude hat kein Skulpturbild, auch kein Reliefbild von sich verfertigen lassen. Der Jude, der sich darüber hinweg gesetzt hat, war nicht religiös genug, um solche rmn bvi eftpe n'w ene^ xtr; p\ern Sxe trpm re * -sciT rx xStr u'rhxy2 mpen ir b&'. ♦mir rneS'yS rer1; 23

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