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Judaica · 1936-11-01 · 19-20 (November 1936) · page 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
3 (1936)
Issue
19-20 (November 1936)
Date
1936-11-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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fromme Verse über die Thüre seines Gebäudes zu setzen. Der böhmische Vers lässt eher auf einen Christen als einen Juden raten. Es ist freilich möglich, dass es sich hier um einen Juden ganz eigenartigen Charakters, einen Sonderling handeln mag. Der Umstand, dass hier die jüdische Jahreszahl der christlichen Zeitrechnung um ein Jahr voraus ist (5296—1535) spricht freilich dafür, dass es sich hier um einen Juden handelte, und dass die Mühle in den Monaten Oktober—November eingeweiht wurde. Das neue jüdische Jahr beginnt bekanntlich beiläufig drei Monate vor dem bürgerlichen Neujahr. Bei hebräischen Werken von Christen ist nämlich fast ausschliesslich nur die bürgerliche Jahreszahl angeführt. Jedenfalls eine rätselhafte Inschrift. Der 100. Todestag des Rabbi Eleasar Löw genannt Semen Rokeach Am 27. Schebat (diesmal 8. Feber) werden die Jünger und Verehrer der Talmudwissenschaft des Judentums der ganzen Welt den 100. Todestag eines der grössten Talmudgelehrten der Neuzeit, Rabbi Eleasar Löw, pietätsvoll begehen. Die Gemeinde, in welcher „Semen Rokeach” seine Wirksamkeit und sein Leben beschlossen hat und die sein grosses einfaches Grab hütet, die Gemeinde Szänto im Abaüjer Komitat in Ungarn, bereitet seit Langem die Zentennarfeier vor. Aber auch die Judengemeinde Mikolas, deren ruhmvolle Geschichte in der Aera des Semen Rokeach den Zenith Rabbi Eleasar Löw s. A. erreicht hat, wie die Gemeinden Triesch, Klattau und Ronsperg, die sich rühmen dürften, den Semen Rokaech als Rabbiner besessen zu haben, und wo Teile seiner unsterblichen Werke verfasst worden sind, sollen sich seiner würdig erweisen und der Thora, wie ihren Trägern den schuldigen Tribut der Ehre entrichten. Die Abaüj-Szäntoer Gemeinde plant die Schaffung eines Semen- Rokeach-Fondes für die Erhaltung der dortigen Jeschiba und der Gemeindeinstitutionen. Desgleichen sollten die obenerwähnten Gemeinden in der Tschechoslovakei veranlassen. Anfragen und Anregungen an Jenö Blau, Abaüj-Szänto, Ungarn, zu richten oder an die „Judaica” Bratislava. 24

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