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Judaica · 1936-07-01 · 17-18 (Juli 1936) · page 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
3 (1936)
Issue
17-18 (Juli 1936)
Date
1936-07-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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des Gründers des Kolels. Mit warmen Worten zeichnete der Redner die Persönlichkeiten Albert Cohns, Dr. Adolf Salvendy (dessen Jahrhundertfeier hier festlich begangen wird), Rabbi Josef Natoneks, Moses Aszods und endlich des allzufrüh verstorbenen Londoner Rabbiner Avigdor Schönfeld. Bei der Trauerfeier waren Mitarbeiter Theodor Herzls, die Landeskanzlei und Gemeinde Jesurun vertreten. Wizo am Grabe Herzls. In allen Herzl-Fragen sollte sich die edle Frauenschaar der Wizo denn doch mit uns beraten. Zum Besuche des Grabes Herzls hätten wir den Damen ein sehr passendes Gebet mitgegeben, ein Jom- Kippur-Katan-Büchlein, woraus sie am Grabe Herzls folgendes rezitieren sollten: „...was Du geliebt hast, haben wir gehasst, was Du gehasst hast, haben wir geliebt, was Du entfernt hast, haben wir genähert, was Du genähert hast, haben wir entfernt, als ob wir Alles tun wollten, um Dich zu erzürnen.’’ u. s. w. Das olympische Feuer. Wir kommen nicht aus dem Gefühle der Beschämung heraus. Hellas und Zion! Haben wir nicht heiligere Feuer in Zion, das wir durch uns zujubelnde Völker tragen konnten! Könnten wir nicht das Heiligtums siebenarmige Menorah in alle fünf Weltteile tragen? Ins heilige Land eingezogen, verkündeten wir der Weltpresse triumphierend vom modernen Badestrand in Tel-Aviv, photographierten die amerikanische Filmdiva beim Grab Elias, brillierten mit hebräischen Kabarets! Mehr als dem olympischen Feuerträger hätten die Völker Demjenigen entgegengejubelt, der seine Fackel am Altarfeuer Zions entzündet hätte. Handschrift Sulka Schlesingers Chatam Sofer und Sulka Schlesinger Wie im entwickeltem Filme tritt allmählig die ganze Umwelt der idealen Frauengestalt Sulka Schlesinger aus alten Urkunden hervor. (Siehe Judaica i—2, Seite 24 und 5—6 Seite 28), Sie ist die schönste Verkörperung des grossen sittlichen Einflusses, welchen d?7um-il ausgewanderten Pressburger Familien in ihrer neuen Heimat ausgeübt haben und der ihnen bald die führende Stellung in der Gesellschaft errungen hat. Sulka (Susanna) Schlesinger war die Tochter des Pre:sburger Judenrichters Abraham Ullnaann und die Schwiegertochter des Moses Leb Jafe-Schlesinger, der 80 Jahre lange Mitglied der Chewra Kadischa gewesen ist. Er stirbt im Jahre 1826. Zum Testamentsvolstrecker ernannte er Chatam Sofer, der seine liebe Not hat, den Zwist zu schlichten^ der unter den Erben ausgebrochen ist. Darunter scheint Sulka am meisten zu leiden. Im Privatbesitze befindet sich ein ganzer, langer Brief mit virtous hingeworfener Kursiv- Schrift (in deutscher Sprache), worin sie ihren Freund Ign. Grünwald in Pressburg bittet ihren Anspruch auf das hinterlassene Haus zu sichern gegen die ungerechte Haltung ihres Schwagers. Diese Differenzen werden erst anfangs 1830 ausgetragen. Im Gemeindearchive liegt der interessante Akt, laut welchem die Schwäger Hirsch, Baruch Chaim und der Schwager Isak Figdor sowrie ihr Mann Sabel an die „Kezina” Sulka Schlesinger das Haus verkaufen, vorbehaltlich der Begutachtung des Testamentsvollstreckers des Oberrabbiners. Der Akt datiert vom 17. Schebat 5592 27

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