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Judaica · 1936-07-01 · 17-18 (Juli 1936) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
3 (1936)
Issue
17-18 (Juli 1936)
Date
1936-07-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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Prinz Eugen, der edle Ritter . . . Zur 150. Jahrfeier der Wiedereroberung Buda’s (Ofen). An der Zuckermandlerlände zu Pressburg hat fieberhaftes Leben geherrscht. Hier war der grosse Stapelplatz für die Kriegslieferungen nach Ofen und Belgrad. Die Wiener und Pressburger Juden strafften ihre finanziellen und geistigen Kräfte an, um die Riesenaufgabe der Armeelieferungen für Prinz Eugen zu bewältigen. Im belagerten Ofen aber kämpften Tausende von Juden an der Josef Rona, Schöpfer des Prinz-Eugen Denk males in der Budaer Hofburg. Seite der Türken. Buda fiel, es war ein Fest für die Christenheit und auch für die kaisertreuen Juden. Die Ofner Juden aber fühlten die ganze Wucht des vae victis! Tod, Gefangenschaft und Verbannung warteten ihrer. Das mitteleuropäische Judentum mit Samuel Oppenheim an der Spitze opferte schweres Geld für die Auslösung gefangener Juden. In gelehrten Kreisen weiss man ja, welches unvergängliche Denkmal sich Prinz Eugen v. Savoyen in der jüdischen Kulturgeschichte gesichert hat. Er hat auf Wunsch seines Freundes Samuel Oppenheim in eroberten türkischen Gebieten wertvolle hebräische Handschriften und Bücher sammeln lassen und sie ihm zum Geschenke gemacht. Die unschätzbare Sammlung ging auf den Prager Oberrabbiner David Oppenheim über, dessen Erben sie an die „Bodleiana”, an der Oxforder Universität verkauft haben, 20

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