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Judaica · 1936-07-01 · 17-18 (Juli 1936) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
3 (1936)
Issue
17-18 (Juli 1936)
Date
1936-07-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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die eine unerschöpfliche Quelle für unsere Forscher geworden ist. Die schönste Beute des Türkenkrieges! Das Denkmal Prinz Eugens an jener Stelle der Budaer Hofburg, wo das heisse Ringen zwischen Halbmond und Kreuz stattgefunden hat, bildet eines der stolzesten Wahrzeichen der schönen Metropole an der Donau. Es ist das chef d’oeuvre unseres Altmeisters Josef Rona. Der ungarische Reichsverweser, der jüngsthin den mit ungebrochener Kraft wirkenden Künstler in seinem Atelier besucht hat, rühmte das herrliche Skulpturwerk als eines der besten Reiterstatuen der Neuzeit. Josef Röna steht im 75. Lebensjahre. Er ist in Lovasbereny geboren, arbeitete bei Zumbusch in Wien. In Berlin hat er 1885 seinen ersten Preis gewonnen. Die Zahl seiner Schöpfungen ist Legion, darunter viele biblische Sujets. Ob er ein „guter Jude” sei? Der beste Jude ist derjenige, der die ihm verliehene Gabe nach besten Können zum Wohle der Menschheit und dem Judentum zu Ehre ausübt — wie Josef Rona! Die Martini-Gänse Von Dr. Max S c h a y, New-York. Ich habe bereits nachgewiesen, dass die Martini Gänse anfangs eine Steuer waren, die die Judengemeinde zu entrichten hatte. Vergleiche auch Wachstein: Urkunden zur Geschichte der Juden in Eisenstadt, p. 587. Diese, wie auch alle anderen jüdischen Steuern, hörten im Jahre 1848 auf. Allerdings sind bei Wachstein keine Gänse verzeichnet, die an den kaiserlichen Hof in Wien abgegeben wurden. Doch kann dies erklärt werden, dass Pressburg als eine königliche Freistadt unter dem Schutze des Wiener Hofes stand, und dadurch hatte die Preßburger Gemeinde auch nach Wien diese Gabe zu leisten. Pre:ßburg und Temesvär blieben zu Zeiten des ungarischen Freiheitskrieges loyal zu Wien, wofür beide Gemeinden auch einen Steuernachlass erhielten. Als Belohnung für Pressburgs Loyalität, scheint auch die Gemeinde die Erlaubnis erhalten zu haben, diese Steuer auch weiter an den Wiener Hof abzugeben. Die urkundlich nachgewiesene älteste Martini-Abgabe an den Wiener Hof ist aus dem Jahre 1774- (Steuerbuch der Judengemeinde in Preßburg.) Hier soll eine Liste der Verteilung aus dem Jahre 1832 folgen. Sr. Majestät Kaiser Franz 4 Gänse; Ihre Majestät 2 Gänse, Sr. Majestät König Ferdinand 2; Ihre Majestät Königin 2; Erzherzog Franz Karl 2; Erzherzogin Sophie 2: weiland Graf Ernst Pälffy 2; Kanzler Reviczky 2; Vizekanzler 2; Staatsrat Majlath 2; in Wolfsthal 4; Hofrat Bartal 1; Sekretär Gestetner 1; Expediter (Sic!) Rauve 1; Konzipist Bauer 1; Vizegespan 2; zweiter Vizegespan 2; Stuhlrichter 1; Obernotar 1; Kasseperzeptor 1; Stuhlgeschworner 1; Fiskal 2; zweiter Fiskal 1; Rentmeister 1; Stadtrichter 1; Stadthauptmann 1; Bürgermeister 1; Gerichtsschreiber 1; 1. Notar 1; 2. Notar 1; Grund- 21

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