Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 3 (1936)
- Issue
- 17-18 (Juli 1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Aufgabe mit gewohntem Takte und Würde. Er rühmt das menschenfreundliche Wirken des Toten, ohne an Politik anzustreifen. Die aus Kapitalisten bestehende Chewraleitung bezeugt rühmliche Loyalität. Dann erbraust aber ein Arbeiterlied nach dem anderen. Im strömenden Regen bewegt sich der grosse Zug in musterhafter Ordnung zum Ehrengrabe, das die Chewra dem Arbeiterführer eingeräumt hat. Wieder alter Ritus und sozialistiche Reden und Lieder. IRENE IAGUAR01A is ss Grabstein der Mutter des Mayor Laguardia von New-York Wahrhaftig! Ein neuer Grabstein erhebt sich über dem Epheubette, worunter Irene Laguardia ruht! Mit Ausschluss der Öffentlichkeit fand die Steinstellung im engsten Familienkreise statt. Die Mutter des Mayors von New-York ist eine geborene Caen aus Triest und entstammt der berühmten jüdischen Gelehrtenfamilie Luzatto. Ihr Mann Achilles Laguardia war Katholik und Fiorello ist in diesem Glauben erzogen worden. Sie und ihre Tochter gehörten dem jüdischen Glauben an. Der Mayor hat einmal in einem Interview erklärt, dass seine Familie stolz darauf war, von den Luzattos abzustammen. Das Grab erhielt erst nach zwanzig Jahren seinen Stein. Einem Mayor von New-York gebricht es an Zeit, die weite Reise zum Grabe der Mutter zu machen. So sei hier ein Zusammentreffen vom Sohne neben dem Grabe der Mutter vermittelt. Im Regensturm, am dunkelnden Nachmittag ist dieses Bildchen mit flüchtigem Stifte gezeichnet worden, der über mächtige Wogen dahin sausende Ozeandampfer trägt es schon nach City Hall of New York auf den Tisch des Gebieters der mächtigsten Stadt der Erde! 19