Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 3 (1936)
- Issue
- 17-18 (Juli 1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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nanzhäuser in Pressburg, wie in Wien, wie in Düsseldorf, Lazarus van Geldern verliert sein Vermögen bei einer grossen Lieferung und seine Frau unternimmt es, durch eine persönliche Fürsprache beim Kurfürsten eine Vergütung des Verlustes zu erlangen. Sie muss ebenso klug, wie schön und religiös gewesen sein. Die Mission gelingt. Sarah Lea aber stirbt jung im Jahre 1741, ehe sie noch den vollen Zusammenbruch ihres Hauses erlebt hat. Aber ihr Sohn der Arzt, Talmudgelehrter, Führer des Judentum seines Landes erhöht den Ruhm derer van Geldern. Seine Tochter Betty, die im Hause noch auf gut Jüdisch Peierchen genannt wird, geniesst die denkbar beste jüdische Erziehung, in derem Geiste ihr Kind Heinrich Heine aufgewachsen sein mag. Als Simon Michel am siebenten Tag des Pessachfestes des Jahres 5479, kurz nach dem Tode seiner ihm würdigen Frau Hanna geborene Menzels in Wien gestorben ist, hat er das für jene Zeit riesige Vermögen von 204.000 fl. hinterlassen. -- /* ~~~ -£-;///!> L^ Aus dem Gemeinde-Protokoll, Pressburg Das Testament ist von Wachstein in seinen „Grabinschriften etc.55 in hebräischer und jüdischer Sprache vollinhaltlich publiziert worden. Das im Protokolle der Judengemeinde zu Pressburg eingetragene Testament ist vollständig konform. Wir heben aus diesem Testament die Stellen hervor: „als in Pressburg in meinen alldortigen eigenen Hausz, allwo vorhero schon, vor viel Jahren mit 3 Rabiner geschehen, künftig nicht soll verstöhret werden, welches mit allen Kräften und Stärke Euch befehle und warne mit aller Warnung wie der Rabbiner Reb Simon gesaget, es erfordert mehr Erinnerung und Auffrischung was Geld kostet55. „dann soll von diesen Interessen auch nach Hungaris-Brod zu Erhaltung derjenigen Gelehrte, wie bis dato mit Herz Lehman, Issak Nathan Oppenheim und Max Hirschl in Compagn. geschehen Jährlich 150 fl. gegeben werden und soll dieses Lehren- Hausz nicht abkommen . . . . . „2000 von mein obiges Capital von welchen die Interessen zu denen nach Hung. Brod ordinirte fl. emploiret werden sollten, dann zu meinen in Fürth habendes Lehr Hausz 2500 fl. zu ein obiges Capital angeleget .... mein Sohn Michel und sein Schwieger Vatter Rebe Salamon sollen Verwalter darüber sein . . . und 5500 sollen von dem in Pressburg habenden Lehrhausz angeleget und von denen Interessen wie gemeldet unterhalten werden . . .5> 7