Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 3 (1936)
- Issue
- 17-18 (Juli 1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Im Jahre nach seinem Tode sollen in den 3 Lehrhäusern das ganze Jahr 10 Leute das Gotteswort lehren. Seiner Tochter Sarah Lea befiehlt er im Testamente: „Zu meiner geliebten Tochter Sari und ihren Mann Lazarus weilen ich ihnen mehr als vier meiner anderen Kindern zur Heurath gegeben sollen sie zur Vergnügung meiner Seele Gottesfürchtig seyn mit Lieb und Fried leben und sollen die Hälfte von einen Sohn wie gebräuchlich erben.5’ Das Testament ist Freitag, den 21. Schebat, also einige Wochen vor seinem Tode ausgefertigt worden. Sein Sohn Markus, als sein Nachfolger im Amte des Pressburger Judenrichters hatte zu dieser Zeit mit dem Bau des ersten Grossen Tempels in Pressburg begonnen. Die Einweihung fand wie eine Inschrift am Plafond der Synagoge noch jetzt kündet im Jahre 5479 statt, es ist vorläufig nicht festzustellen ob dieser grosse Festtag der Gemeinde noch zu Lebzeiten Simon Michels gefeiert wurde, der jedenfalls seinen Anteil an dem Bau des ersten würdigen Gotteshauses der Pressburger Gemeinde hatte. Diese Synagoge wurde im Jahre 1783 vergrössert und unter der Vorsteherschaft von Kalman Pappenheim durch einen Neubau auf demselben Platze im Jahre 1863 ersetzt. Die Familie Simon Michels hat wohl den neuen Tempel freigebig mit reichen Spenden an Silbergeräten, und Kunststickereien bedacht. Weniges ist davon erhalten geblieben. Michelleser und seine Frau Lewia haben sich mit einer schönen Baldachindecke für Trauungen eingestellt. Sie diente noch bis vor Kurzem durch zwei Jahrhunderte ihrer beseligenden Mission, aber es ahnte in den letzten Jahrzehnten Niemand, welch edles Menschenpaar und zu welchem Anlasse dieses schöne Wahrzeichen anfertigen liess.Es datiert vom Jahre 1718, offenbar zum Anlasse der Erbauung des Tempels unter der Ägide des Bruders Markus (Meir). Diese Baldachindecke gibt auch einen interessanten genealogischen Aufschluss. Während Wachstein vermutet, dass Lewia die Tochter des Salman Levi in Düsseldorf gewesen ist (da sie an einer Stelle Lewia die Tochter Salmans aus dem Hause Levi genannt 10. Srptrmbrr 1868 ’nr ■-? crmmm '3 ns;n p r c f; 6 n r fl 8