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Judaica · 1936-02-01 · 15-16 (Februar 1936) · page 33

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
3 (1936)
Issue
15-16 (Februar 1936)
Date
1936-02-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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puls hierzu gab jedoch ein Schwiegersohn des Herman Sch. der unvergessliche Dr. Adolf Roth, zuletzt Kameralarzt in Hradek (Liptau). Ein Mann seltener Intelligenz, viel bewährter Heilkunst, reichen Wissens und goldigen Herzens. Wie oft sah ich ihn seinen bedürftigen Kranken, ohne Unterschied der Konfession, Milch, Butter, Geflügel, Tee und Wein zutragen, ohne einen Heller an Honorar anzunehmen. Als Konsultierender zu den Reichsten gerufen und glänzend bezahlt, blieb er doch ein armer Mann. Die ihn kannten, haben ihn ehrend und dankbar im Gedächtnis behalten. Grossvater „Kalman Pollak — Kosztolna” — dieses Namens lebte er im Munde der Slowakei — den hatte ich nicht gekannt, Rosch Medina hiess man ihn. Angeblich hatte ihm das kaum angenehme Steuerauswerfen und Einheben in den jüdischen Gemeinden vieler oberungarischen Komitate die Regierung anvertraut. Diesem weit verbreiteten Ansehen hatte ich folgendes zu verdanken: Anno 1866, September wurde ich aus dem Firmen-Grundbesitz Falkas-Dovoran, nächst Topolcsan (Neutra) wegen dort ausgebrochener Cholera, plötzlich zurück nach Szucsän gefahren. In der Fütterungsstelle Zay-Ugroc (Neutra) — Abends — Erev Jomkipur angelangt, verlangte ich Essen. Der Wirt — der mich für barmizvo hielt, obgleich ich es noch nicht war — entgegnete mir: „Erev Jomkipur gebe ich dem Enkel Kalman-Kosztoinas nicht zu essen!” Kalman Pollak war seit zirka 1820 Pächter eines mittleren Landbesitzes in Kosztolna (5—6 Km abseits von Trentsin), kochte Alkohol, trieb Viehzucht und Mast. — Darin ward mein Vater erzogen. Sein Wohnhaus, aus Maria-Theresiens Zeit, hatte einen dem Vestibül und Treppe vorgebauten Windfang. — Da stand rechts ein Stuhl, links ein Tischchen, hierauf ein überdimensioniertes Laib Kornbrot und angekettetes grosses Messer mit dem, wer immer er war, — unkontrolliert nach Belieben sich abschneiden durfte. — Im ersten grossen Zimmer lag auf den Fensterbrett ein Holzkörbchen voll Päckchen von 1 — y Groschen für Bedürftige. Diese Päckchen hatte ich in Gegenwart meiner Grossmutter — solange ich ihr Gast war — den Armen zu verabreichen. Kosztolnas Beispiel ist als Ueberlieferung uns in Szucsän heilig geblieben. — 1 866, — als ich bereits Schüler der IV. Gvmnasialklasse war und mir erlaubte, die Geschäftsbücher in der „Kanzlei” zu beschnuppern, schien die Firma Sch. u. P. führend in der ungarischen Holzproduktion zu sein, nebst Bayersdorf und Biach in Österreich. Bald nachher begann diese ihre Bedeutung durch jene Baron Poppers überschattet zu werden. Dieser hatte 1891 die Firma Sch. u. P. aus der Pacht der Ärvaer Komposessorates verdrängt. Nach ihm kamen die Greiners, dann der Deutsche Grödl zu oberst. Der Monarchie-Zerfall machte diese Firmen — einst glänzende Sterne am Firmament der Holzproduktion — allesamt in Staub, in Vergessenheit versinken. — Batiza — Waldbesitz gleich *ooo Ha, den 3L

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