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Judaica · 1936-02-01 · 15-16 (Februar 1936) · page 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
3 (1936)
Issue
15-16 (Februar 1936)
Date
1936-02-01
Page
– (sequence 34)
Language
German
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die Firma Sch. u. P. Anno 1886 käuflich erworben hatte, ward durch Trianon rumänischerseits unvorteilhaft enteignet. Mutter wurde allen geschäftlich wichtigen Beratungen zugezogen und ich blieb an ihren Schössen klettengleich haften. So wurde ich Zeuge folgender Szene: Poppers und Stern-Dieners kamen 1866 ins väterliche Haus über eventuelle ä Metapacht-Ärva mit den vier Schulz und Pollak zu sprechen. Nachdem die fremden Gäste sich verabschiedet hatten, meinte Mutter: „Poppers werden Euch foppen!55 „Ach was55, entgegneten die Brüder. „Aber, aber, ist ja doch bloss Weibergeschrei!55 Mutter erklärte hierauf: Also nicht, werden sie, denn schon haben sie Euch gefoppt! Mit richtigem Instinkt hatte sie Recht behalten. Zum Schluss: Des jungen Herrschers Franz Joseph I., Waagthalfahrt von Kralovan bis Zilina. 1851: Die Sch. u. P. hatten Flösse samt Bemannung zu erstellen. So ist es angeblich auch in den Annalen des Komitates Turoc aufgezeichnet. Sozius Moritz Pollak ward zum Obersteuermann gewählt. — Nach glücklicher Fahrt meinte Baron Simon Revay — einer der den König begleitenden Obergespane — Höchst derselbe sehr zufrieden! Wollen Sie lieber Pollak gross werden, Geschäfte kriegen, die Sie sich niemals träumen lassen könnten, so lassen Sie sich taufen. Will Ihnen zu Pathe stehen. Obgleich dieser freundschaftlich gemeinte Rat glatt abgelehnt ward, blieben die Revay, die Nyäry und noch andere des Arvaer Komposessorates, ihm gute Freunde. Sie hatten der Firma die Pacht des Komposessorates, deren Wohlfahrt 48 Jahre lang gesichert. Zu „Leopold Schick“ (No 11-12) Das Archiv der Pressburger orth. Gemeinde birgt einen in deutscher Sprache (aber in hebräischen Typen gedruckten Kol- Kore (Aufruf mit überraschendem Inhalt. Ein provisorisch eingesetzter Vorstand richtet im Monate Ab 1848 einen Aufruf an die Gemeindemitglieder um Einzahlung der Steuerrückstände. Es ist unverkennbar der Styl Leopold Schicksl Der provisorische Vorstand scheint durch eine Palastrevolution im Gemeindehause eingesetzt worden zu sein, mit Leopold Schick an der Spitze. Das erklärt auch den auffallenden Umstand, daß das Direktorium der Preßburger isr. Auswanderergesellschaft (siehe selbe Nummer), dem L. Schick angehört, quasi über das Rabbinat verfügt. Von diesem Revolutionsvorstand war bisher nichts bekannt und er dürfte von sehr kurzer Dauer gewesen sein. Außer den in der vorigen Nummer erwähnten Schriften Schicks ‘gibt es noch seine gedruckte Rede (Isr. Gemeindebibliothek, Budapest) als Kandidat zum ung. jüd\ Kongreß 1868. Er Zweifelt in seiner Rede selbst an seiner Wahl gegen die Übermacht der Strengorthodoxen, der eigentliche der Liberalen wair Moritz Bunzl, der auch in der Minorität geL blieben ist. (Siehe NrL 3—4, Seite 20.) 32

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