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Judaica · 1936-02-01 · 15-16 (Februar 1936) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
3 (1936)
Issue
15-16 (Februar 1936)
Date
1936-02-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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O nein, er wählt sich gute Gesellschaft. Den genialen Maler fällt der Pinsel aus der Hand, während er die Freuden des Himmels malt. Den Helden fällt der Tod auf der Wahlstatt, den Dichter auf der Höhe seines Schaffens. Die Schönheit holt er sich, in ihrer vollen Ueppigkeit und Blüthe, vom Ballsaal, vom Eisplatze. Noch geniesst sie mit geröteten Wangen die ersten Freuden des Lebens, da umfängt er sie für immer in seine starren Armen. Da schlummert sie, die Todesbraut, mit welken Wangen, fahlen Lippen, gebrochenen Augen. Tiefbedrückten Herzens bringen wir unseren Verwandten und Bekannten die Trauerkunde vom Hinscheiden unserer guten, innigstgeliebten Tochter, resp. Schwester Pauline Herzl' die am 7d. Monats um V2n Uhr Nachts im A.lter von 18 Jahren, nach kurzem Leiden sanft entschlummert ist. Die irdische Hülle unserer theueren Verblichenen wird Sonntag, den 10, d. M. Vormittags */210 Uhr vom Trauerhause (Thonethof) in den i$r. Friedhof zu Grabe getragen. Friede ihrer Asche! Jakob Herzl, Jeanette Herzl, Eltern. Theodor Herzl, Bruder. §ier ruf)t Pauline Herzl muftergiltig in ihrem Thum unvergeßlich ihren tief ge* {engten j chm erg erfüllten Eltern JAKOB unb JEANETTE HERZL Sie ftarb in ihrer fchönften Sugenbbliite im Sllter Von 18 fahren am 7. Seher 1878, um für immer in ber @rinnerung aller berer, bie fie fannten, geliebt unb beflagt fortguleben. Friede ihrer Asche! r ~ t Partezettel Pauline Herzls Grab Beide Texte hat Theodor Herzl geschrieben. Gibt es kein Aufleben mehr aus dieser eiskalten Umarmung? Werden diese Augen nicht mehr von Glück strahlen, wie einst, werden sie nicht mehr hold lächeln, als wollten sie Jedermann die volle Güte eines weiblichen Herzens verraten, als schauten sie in eine Zukunft voll Glücks und beneidenswerter Schicksale? ,,So muss ich dich zum letzten Male sehen, Pauline? An deinem Sarge eine gebeugte, verzweifelte Mutter, sonst stolz, wie eine Palme ragend, und 11

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