Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 2 (1935)
- Issue
- 13-14 (November 1935)
- Date
- 1935-11-01
- Page
- Seite 14 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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veranlassen. Da bis ein Jahr vorher sich die Geschäfte der Juden innerhalb des Gitters befunden haben und sich jüdische Geschäftsleute nach und nach auch Geschäfte außerhalb des Gitters auf nahmen, (wollten Jene verhindern, daß die Juden in die innere Stadt kommen mögen. Besonders stach ihnen mein Geschäft ins Auge, welches damals nett und neu hergerichtet war. Das Komitee von der Schießstätte hat es sich zur Aufgabe gemacht, sämtliche Professionisten, wie Schiffsleute, Maurer, Gesellen und Lehrlinge gegen die Juden aufzureüzen und hatte sich schon I4 Tage vor Pessach die Kunde verbreitet, daß eine Plünderung der Judengasse stattfinden werde, so daß ich mein Geschäft an der breiten Stiege gesperrt und den größten Teil SWS'V* V Plünderung des Todeskö’schen Stiftungshauses. in welchem die Primärschule, die Horowitz’sche Mädchenschule und die Kinderbewahranstalt untergebracht waren. Zeichnung des Lehrers M. Strauss. Das Original ist eingerahmt mit dem kalligraphisch ausgeführten Zitat: Gefährlich ists den Leu zu wecken, verderblich ist des Tigers Zahn, doch das Schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn. (Im Ehrenbuch der Vorzugsschüler der ,,Jerusun”-Gemeindeschule.) der Waren ins alte Geschäft nahm. 8 Tage vor Ostern, nämlich am Palmsonntag war ich in meinem neuen Lokal, welches wohl von Außen gesperrt war, jedoch konnte ich durch ein kleines Fensterl hinaussehen, wie der damalige Geschäftsführer Edls, Gregar,*) mit einigen Gesinnungsgenossen von der inneren Stadt kamen, und die Geschäfte bezeichneten, welche zur 14