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Judaica · 1935-08-01 · 11-12 (August 1935) · p. Seite 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
2 (1935)
Issue
11-12 (August 1935)
Date
1935-08-01
Page
Seite 5 (sequence 7)
Language
German
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rige Lage sich verbessern können, für solche wenden wir uns an euer mildthätiges Herz. Die Unterstützungs-Bedürftigen werden jene die ihnen hilfreiche Hand biethen nicht als Almosenspender, sondern als Begründer ihres Glückes ihrer besseren Zukunft ewig dank- und hochachtungsvoll verehren. Die ältesten Urkunden von der Existenz einer israelitischen Genossenschaft in Ungarn Zeigen auf Preßburgs fromme Väter, ihr gläubiger Sinn und immer strebender Eifer für das Wohl der Brüder ist allbekannt, zu Zeiten Josef II. und Franz II. haben die biedren Gemeinde Repräsentanten Kopel Theben und A b r. Hirsch Lern berger nicht für die Gerechtsame der Preßburger, sondern der ungarischen Judenschaft, mit einen männlichwürdigen Muthe gekämpft, und Vieles für dieselbe erringen; seit mehr denn ioo Jahren war Dir (!) Israeliten-Gemeinde Preßburgs fast die einzige, welche fremden, dort studierenden Jünglingen Unterhalt gab, wer immer von den Brüdern und von immerher kam, wurde zu unseren Tafeln gezogen und gesättigt, seit mehr als ioo Jahren war dir (!) Israeliten-Gemeinde Preßeinzige im Lande, welches allen hilfsbedürftigen Glaubensgenossen möglichste Unterstützung bot, als im Jahre 1838 die Pesther von einer Überschwemmung heimgesucht wurden, waren wir Preßburger Israeliten die ersten, welche 2 wohlbeladen'e Schiffe mit Lebensmitteln den Betroffenen zusandten, wir stehen nun vor euren Thoren und klopfen an, um milde Beträge für arme Auswanderer nach Nordamerika, denn wir müssen fort, wollen wir anders nicht verkommen, oder — was bei uns nie eintreffen wird — aufhören Kinder Israels zu sein! Anfangs Juli 1. J. soll die erste Kolonne auswandernder Israeliten in Preßburg Zusammentreffen am 15. von Preßburg auxbrechen und zu Ende desselben Monates in Hamburg sich einzuschiffen bereit sein. Die Unterstützungsgelder erbitten wir direkt an den ehrwürdigen Ober-Rabbiner VI. (! ) W. Schreiber in Preßburg, für Pesth und dessen Umgebung hat der ehrw. Herr L. Schwab Oberrabbiner der Pesther Israeliten, die Annahme der Beiträge und Vermittelung derselben an ihren Bestimmungsort gütigst zu übernehmen zugesichert. Damit die Beschenkten ihre Wohltäter nennen und für sie und die ihrigen auch im fernen Lande himmlischen Segen erflehen können, ersuchen wir die Namen der edlen Spender uns genau anzuzeigen. Die Preßburger Auswanderergesellschaft: Philipp Korn, Direktor, S. L. Schlick (sic.), Kassier, Moritz Strauß, Sekretär. Nach dem im Öbudaer {'Altofner) jüdischen Museum befindlichen Original beiläufig wiedergegeben r DIREKTION DER PRESSBURGER ISR AUSWANDERER , GESELLSCHAFT 5

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