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Judaica · 1935-01-01 · 5-6 (Januar 1935) · p. Seite 39

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
2 (1935)
Issue
5-6 (Januar 1935)
Date
1935-01-01
Page
Seite 39 (sequence 41)
Language
German
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sich viel Sympathie erwarb und in der Presse Mitteleuropas anerkennend behandelt wurde. Er hat darüber auch im Bratislavaer Radio Vorträge gehalten. Wären Viele solche Pioniere der Friedensbewegung aut der Welt! (Hofrat) Dr. Georg (v.) Schulpe. Adolf (Abraham) Kunstadt. Einer von den alten wahren Biedermännern, die noch in unsere Zeit hineinragten, ein Mann von massiver Ehrenhaftigkeit ist mit unsrem im Alter von 83 Jahren verschiedenen Vorsteher der Pressburburger Chevra Kadische Abraham Kunstadt am 26. Jänner zu Grabe getragen worden. Ein Bruder des wohlberühmten Kantors R. Michael Kunstadt, hat er selbst drei Generationen mit seinen Tempelgesängen zur höheren Ehre Gottes erbaut. Rabbiner Unsdorfer, Oberrabbiner Akiba Schreiber, der Sohn Rabbi Baruch Kunstadt-Fulda und Oberrabbiner Schill, Bösing, hielten die Nachrufe am Friedhofe. Wilhelm Fischer. Der Zionismus hat auch seinen „unbekannten Soldaten5’, dessen Grab wir hochhalten sollten. Ein solcher war Wilhelm Fischer, der jahrzehntelange hingebungsvoll und anspruchlos seine Kräfte dem alten, idealer. Ahavat Zion Verein als Vorstandsmitglied widmete. An seiner Bahre würdigte Bettelheim den Wert des Verstorbenen. Am Friedhofe sprachen Rabbiner Unsdorfer, Abg. Dr. Reiss u. A. Frau Fanny Bettelheim. Im Alter von 76 Jahren verstarb die Witwe des gewiesenen Bankdirektors Harry Bettelheim, ein Sohn des im Jahre 1874 verstorbenen Gemeindepräsidenten Philipp (Rafael) Bettelheim. Am Friedhofe hielt Rabbiner Kaiisch die Trauerrede. Bibliographie Zwei Bücher Gershom Baders. Der Nestor der jüdischen Journalistik, die wandelnde jüdische Encyclopaedie, Gershom Bader, New-York, einst Redakteur des Jüdischen Tageblattes in Lemberg, sendet uns über den Ozean einen herzerwärmenden Gruss in Form zweier Bücher, die den Dualismus seiner Wesensart wiederspiegeln, ein populärwissenschaftliches Werk „Unsere geistigen Riesen” (Die Chachamim der Mischna ), eine der vielen Früchte seiner profunden Gelehrsamkeit, und „Dibre Chen wasehel”, eine Sammlung von Aphorismen, Anekdoten, historischen Reminiszenzen aus dem jüdischen Leben, das den fesselnden Causeur fixiert, der aus dem unerschöpflichen Schatze seiner Erinnerungen beim Stammtische im Cafe Royal in New-York seinen mitternächtlichen Zuhörerkreis bewirtet »Unsere geistigen B ieser. Das Leben und die Lehren unserer Tanaiten bis zur Zusammenstellung des Talmuds” umfasst sieben Jahrhunderte jüdischer Geistcsgeschichte. (Minster Publishing co. 1569 hast New-York Ave. Brooklyn Grossokrav 415 Seiten.) Ein Werk gründlichen Wissens und zugleich ein Volksbuch, das der yiddish lesenden Masse leicht verständlich ist, und dem Gelehrtesten von Nutzen ist. In die Biographie der Tanaiten flicht Bader die wundersamen Legenden, welche der Midrasch uns aufbewahrt hat, aber auch Lehren und Sprüche dieser übermenschlich grossen Heroen der Geistes. Wie die „Milta debedichata”, das heitere Intermezzo, das den vom Talmudstudium ermüdeten Geist für einige Momente erfrischen sollte, wirkt neben dem erstem Werk das zweite „Dibre Chen wasechel”, Gleichwörtchen und Anekdoten, einstige und heutige, etc” (Verlag „Pardess” 27 Canal Street New-York). Es gibt gar einiges auf Pressburg bezughabendes darin. Das Ernste und das Heitere, sie tragen beide den Stempel des jüdischen Doktoi Allwissend Gershom Gustav Badern und ihre beste Empfehlung ist der Name des Verfassers, den schon drei Generationen schätzen geiernt haben. In Vorbereitung ist ein biographisches Lexikon der galizischen jüdischen Schriftsteller, das unter dem Namen „Chachme medinatenu” in Wien erscheinen wird. History of the Beth Jakob girls schools. Edited by Dr. Leo Deutschiänder, Vienna 1933. — Das vorliegende Werk, das über die Entstehung, Geschichte und Entwicklung des in arithmetischer Progression anwachsenden Schulwerkes für jüdische Mädchen berichtet, hat endlich die Kunst begriffen, dem idealen Inhalt des Altjudentumcs auch die würdige vornehme Form zu verleihen und den alten Wein in neue Schläuche zu giessen. Das sehr elegant ausgestattete, mit feinen Illustrationen geschmückte Heft enthält ein Geleitwort 89

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