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Judaica · 1935-01-01 · 5-6 (Januar 1935) · p. Seite 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
2 (1935)
Issue
5-6 (Januar 1935)
Date
1935-01-01
Page
Seite 7 (sequence 9)
Language
German
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Erde zu bestatten. Corbach und Umgebung traf großartige Vorbereitungen zum Empfang des toten Gastes. Plakatre in Corhach und Umgebung forderten die, Bewohnerschaft auf, sich an der letzten Ehrung zu beteiligen. Der Bürgermeister reiste nach Berlin, um dem Todfcen das Ehrengeleite zu geben. Niemals hatte Corhach ein solch großartiges Leichenbegängnis gesehen. Der Lehrer der Gemeinde, der die Rabbinatsagenben versah, hielt eine ergreifende Rede über die Wandelbarkeit des menschlichen Schicksals. Die Stadt Corbach errichtete ihrem großen Wohltäter ein Grabmonument mit der Inschrift: „Dem hochherzigen Stifter des Alter versorgungshaus'es Jakob Wittgenstein die dankbare Stadt Corbach.“ Das Wittgensteinstift in Corbach i m Die große Straße., weiche an dem jüdischen Friedhofe vorüberführt, wurde. „WittgensteinstraßeL* benannt. Das Wittgensteinstift wurde im Jahre 1894 seiner Bestimmung übergeben. Es gab hinfür kein sorgenvolles Alter in Corbach und Umgehung. Das Institut, eines der schönsten Gebäude der Stjadt, hat Platz für 40 Pfleglinge. Das war der erhebende Schlußakt der Geschichte des Hauses Wittgenstein in Corbach. Denn die anderen Kinder des Hauses waren alle in die Fremde verzogen. Sie haben nicht bloß die Stadt, sondern auch den Glauben der Väter verlassen. Sie sind, besonders in Österreich, zu hohen Ehren und Stellungen gelangt. Am Sternenhimmel der Kunst, der Wisseni

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