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Judaica · 1934-10-01 · 3-4 (Oktober 1934) · p. Seite 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
1 (1934)
Issue
3-4 (Oktober 1934)
Date
1934-10-01
Page
Seite 30 (sequence 32)
Language
German
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grosser Bedeutung gelangt. Seit mehr als dreissig Jahren ist er hochgeschätztes Mitglied der Stadtverwaltung. Im Jahre 1927 entsendet ihn die Stadt Budapest ins Oberhaus. Dabei nimmt Dr. Glücksthal regen Anteil an dem jüdischen Leben, wirkt seit Jahrzehnten in der Gemeinde, wo er gegenwärtig eine Vizepräsidentenstelle bekleidet. Sein Geburtsland nimmt herzlichen Anteil an der — nach Wunsch des Jubilanten — stillen Feier seines 70-jährigen Geburtstages. Generaldirektor Dr. Emil Stein. Der Generaldirektor der Pester Un garischen Kommerzialbank Dr. Emil Stein feiert mit Ausschluss der Oeffentlichkeit, seinen 60. Geburtstag. Die glänzende Karriere als Finanzmann ist aus Tageblättern und Lexika zu* bekannt, als ob sie hier wiederholt werden müsste. Flier sollen Männer nach ihrem Werte als Führer und Förderer, der Ehre und Wohlfahrt ihrer Glaubensgenossen gemessen werden. — Wir lieben daher nur hervor, dass Dr. Emil Stein, getreu der Tradition seines Vaters des Pressburger Arztes und Gcmeindeführers, Dr. Leopold Stein und seines berühmten Grossvaters Emanuel Eisler, nebst der privaten Wohltätigkeit und nebst der Anteilnahme an vielen Aktionen der Kultur und Philantropie, sich hingebungsvoll und opferfreudig seinem Amte als Präsident des MIKEFE (Ung. Isr. Garten- und Ackerbau verband) widmet. Seine Vaterstadt, m welcher der Name Stein mehrfach ehrenvoll vertreten ist, soll nicht im Kreise der Verehrer fehlen, die den Anlass zum Ausdrucke ihrer Sympathie und Hochachtung benützen. Für die Notleidenden in Karpatho-Russia Das Elend der Bevölkerung im Osten unserer Republik schreit zum Himmel, zu den Menschen schreit es ia vergebens! „Ich sehe, es ist kein Mann da „Ich staune, dass kein Geschehnis „So lege ich meine Seele in meine Hand!” Wir appellieren an die jüdischen Führer, an die zuständigen Vertreter, an ihr Gewissen und Pflichtbewusstsein unverzüglich eine grosszügige Aktion für Karpatho-Russia zu beginnen. Die Ausflucht, dass ein Appell an das ausländische Judentum dem Prestige unseres Landes schaden könnte, steht im Gegensätze zu den Methoden der Juden aller anderer Länder. Dort hat man bei weitaus kleineren Notständen sich an das Ausland gewendet. Man weiss sogar, dass sich im Gegenteil, mit der Hilfsaktion auch die Sympathie und Freundschaft des Auslandes dem Lande zuwendet, dem man die brüderliche Hand reicht. Niemand wagt das Wort aussprechen, das Jeder im Herzen trägt, dass wir unsere Finanzkraft, unserer Sam meltätigkeit mehr dem Inlande zuwenden müssen. Niemand darf die Talmudweisen an Palästina-Patriotismus überbieten. Sie lehren: Die Bedürftigen deines Ortes haben Vorzug vor den Bedürftigen anderer Orte. Die Bedürftigen Palästinas sind aber gleich dem Bedürftigen deines Ortes. Gleich aber nicht mehr. Landesversammlung der Agudas Israel. Der Verlauf der imposanten Versammlung ist in den orth. Blättern ausführlich geschildert. Hervorzuheben sind die Reden des Oberrabbiner Schreiber-Pressburg, des Gastes Rabbi J. M. Lewin aus Polen. Aus Budapest kamen Rabbiner V. Sussmann und Dr. A. Deutsch, Schuldirektor, als unbeteiligte Zuhörer Sowohl die Agudaversammlung als die jüngst abgehaltene Landessitzung des Verbandes zur Erhaltung des Jeschibot zeugten von sittlichem Ernst und hohem Pflichtgefühl. Präsident des Landesverbandes wurde Oberrabbiner Ungar-Nitra n. j. 30

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