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Judaica · 1934-10-01 · 3-4 (Oktober 1934) · p. Seite 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
1 (1934)
Issue
3-4 (Oktober 1934)
Date
1934-10-01
Page
Seite 23 (sequence 25)
Language
German
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er in Armut und gänzlicher Zurückgezogenheit lebte, gestorben. Kein jüdisches Blaitit rühmte ihm nach, was er im grossen Hudson- Babel Newyork durch die Kraft seiner Begeisterung schaffen konnte. Die jüdischen Museen in Presov und Budapest aber würden eine elementare Pflicht erfüllen, wenn sie alle Dokumente und Reliquien sammeln würde, welche Bezug auf die Verdienste des vaterländischen Judentums um Erez Jisrael und um die Renaissance der hebräischen Sprache erworben hat. Historisches Notitzbuch Die Pressburger Napoleon-Legende Die in unserem ersten Hefte veröffentlichte Darstellung des Herrn Josef Wottitz über die Mission seines Ururgrossvaters Juda Meiamed im Lager Napoleons, hat reges Interesse und manchen Widerspruch erregt. Wir haben diese in ihren Hauptzügen Zweifel lo'S historische Mitteilung iin der Weise, wie wir sie erhalten haben, wiedergegeben. Es wäre geschmacklos gewesen, den Fluss der Erzählung mit kritischen Noten zu verderben. Es bleibt dem Forscher Vorbehalten, Spreu vom Weizen zu sondern. Dieser Beitrag zur Geschichte des Ghettos während der französischen Okkupation bleibt hochwichtig, selbst wenn der Oberkommandant der französischen Armee, bei welchem Juda Meiamed Audienz erhalten hat, nicht Napoleon selbst gewesen wäre/) Auffallender ist es, dass Chatam Sofer s, A. von dem Jomkipur Urlaub der Soldaten in seinem ,,Buch der Erinnerung” gar keine Erwähnung tut. Man versucht die Erklärung, dass der grosse Rabbi viel von der Beschuldigung gelitten hätte, dass er im Geheimen mit Napoleon sympatisiert hätte und daher über diese Angelegenheit schweigt. Daran ist nichts Wahres, wenn auch Siegmund Mayer in seinem Buche „Die Wiener Juden” unter den vielen seiner unsicheren Angaben auch die Behauptung riskiert, dass Chatam Sofer mit Napoleon sympatisiert. hätte, weil er den Juden in Frankfurt Freiheiten gegeben habe. Die Zweifelfrage, ob Napoleon wirklich in Pressburg gewesen wäre, ist längst entschieden. Er ist am 31. August, den 2c, Elui, morgens über den Schlossberg, damals das eigentliche Ghetto, in das Schloss hinauf geloppiert. In der deutschen Uebersetzung der Memoiren des Chatam Sofers (S. Bettelheim: „Die Beschiessung Pressburgs durch Napoleon”), befindet sich folgende Note: „A. Scheuermann in „Itiniraire generale de Napoleon I.” berichtet: *) Herr Josef Wottitz bemerkt übrigens, dass Melameds Audienz bei Napoleon nicht im Pressburger Lager, sondern in Wien gev/esen sein kann. 23

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