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Judaica · 1934-10-01 · 3-4 (Oktober 1934) · p. Seite 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
1 (1934)
Issue
3-4 (Oktober 1934)
Date
1934-10-01
Page
Seite 22 (sequence 24)
Language
German
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fizielle Organ der vereinigten zionistischen Vereine Amerikas heraus unter dem Namen , Zion weekly News, official organ cf the league of Zionists of the United stat.es”. Dann kamen die Berichte von den ersten zionistischen Meetings in Newyork, sie fanden in der ungarisch orthodoxen Norfolk-Synagoge unter dem Vorsitz des aus dem Nitraer Komitat stammenden Rabbiner Dr. Philipp Klein statt. Josua Stampfer wirkt damals in Amerika. Er hatte den grössten Anteil an der Gründung der Kolonie , Petah Ttikwa”, wo viele unserer Landsleute tätig waren. Zu den ersten Vorkämpfern zählt auch Morris Philipp, ein Schwager des Oberrabbiner Lazar Löw in Uzhorod. Rabbiner Wechsler, ein Bruder des >o tragisch geendeten Rabbiner Wechsler in Varrano. Auch Rabbiner Mayer K o p s t e i n, ein Kind des Pressburger Ghettos, gründet ein zionistisches Organ in deutscher Sprache. Er ist wohl Fortschrittsrabbiner, aber sein Zionismus stammt aus der orthodoxen Judengasse, wie auch Albert Cohn sagte: „Meine Liebe zu Zicn stammt aus meinem Eiternhau*- in Pressburg." Das fortschrittliche Judentum Amerikas schlicsst sich dem Zionismus unter der Führung des Dr. Stephen Wise an. W.ise war damals doch der Sohn des orthodoxen Rabbiners und Pressburger Schüler Aron Weiss in Newyork und noch nicht radikaler Reformer. Er sendete damals allie Berichte aus Amerika an die „Welt”. Neben ihm schreibt Dr. Michael Singer, ebenfalls ein ungarischer Jude, Artikel in der „Welt”. Freilich ♦ gab es eine gewaltige Masse russischer und polnischer Juden in Newyork, darunter noch alte Chowewe Zion, die durchglüht v/aren vom wahren zionistischen Geiste, aber das ungarische Judentum, das uneingeschränkte Mitarbeit am politischen Leben gemessen konnte, hat rascher die politischen Formen schaffen können, als die übrige jüdische Masse in Amerika. Diese Darstellung des grossen Verdienstes unserer Landsleute in Amerika um die Grundsteinlegung des gewaltigen Gebäudes des amerikanischen Zionismus, ist vor allem ein Akt geschichtlicher Gerechtigeit, ferner ein interessantes Sujet für eine Studie der wahren Mentalität der jüdischen Volksmassc in der Slovakei und Ungarn. Wir kommen zur Konklusion, dass nur ungeschickte Hände den vielversprechenden ungarischen Zionismus verpatzt haben. Die ungarische Orthodoxie hat sich zur Zeit des Sammelrufes Herzl unter die Fahne des Zionismus geschart, sowohl in Ungarn als im Auslande, wo ungarisch-orthodoxe Massen gelebt haben. Wer und was sie aus dem zionistischen Lager vertrieben hat, sei ein anderes Mal erörtert. Fragen wir aber bezüglich Rabbi Moses Aszod, dem Pionier des Zionismus in Amerika „Ma naasse le Mordehaj jekor ugedula al se?*) so gilt die gleiche Antwort wie in der Megilla: „lo naasse imo dabar”.**) Er ist erst vor einigen Jahren in Mako, wo *) Was hat man Mordechai für Ehre und Würde dafür verliehen? **') Man hat ihm gar nichts verliehen! (Buch Esther.) 22

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