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Judaica · 1934-10-01 · 3-4 (Oktober 1934) · p. Seite 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
1 (1934)
Issue
3-4 (Oktober 1934)
Date
1934-10-01
Page
Seite 6 (sequence 8)
Language
German
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Isak Löwy, der Gründer der Stadt Ujpest Zum ioo-jährigen Bestände Ujpest’s im Jahre 1935. Ein Chatam-Sofer-Schüler ist der eigentliche Gründer der grossen Fabriks- und Donauhafenstadt Ujpests (Neupest). Isak Löwy hat im Jahre 1793 in Sürany als zweitgeborener Sohn frommer Eltern das Licht der Welt erblickt. Seine Eltern besassen da eine bedeutendere Sohlenlederfabrik. Die hohen Geistesgaben des Kindes bewogen den Vater, den Knaben im 13. Lebensjahr an die renommierte Rabbinatsschule des Rabbiner David Deutsch in Dunajska-Strcda (Dunaszerdahely) zu senden. Inzwischen war Chat am Sofer nach Pressburg berufen worden, die dortige Jeschiba blühte neu auf und Isak Löwy zählte zu den Hunderten, die nun nach Pressburg pilgerten. Hier hat er wohl alle Widerwärtigkeiten der Beschiessung Pressburgs durch Napoleon miitieriebt. Er mag wohl darum Pressburg verlassen haben, um es gegen die damals nicht minder berühmte Rabbinatsschule in Trebitsch zu vertauschen. Dieser Werdegang lässt auf eine ganze profunde talmudische Gelehrsamkeit Isak Löwys schliessen. In Trebitsch verband ihn eine herzliche Freundschaft mit Löw Schwab, dem späteren Oberrabbiner von Pest, dessen Einfluss es zu verdanken ist, dass sich Löwy auch dem Studium weltlicher Wissenschaft zugewendet hat. Im Jahre 1817 kehrte er ins Vaterhaus nach Surany zurück, wo er die Fabrik seines Vaters übernahm und zur Blüte brachte. Was Wunder, wenn die besten Familien des Landes um den frommen, gelehrten und tüchtigen jungen Mann warben. Im Jahre 1823 führte er die Tochter des angesehenen Josef Eisler in Hlohcvec (Freistadtl, Galgöcz) heim. Sein empfindsamer Geist wird trotz seiner geschäftlichen Erfolge und der Hochachtung, die er in allen Kreisen geniesist, von der judenfeindlichen Haltung der Behörden in Nove Zämky (Neuhäusel, Ersekujvär), seinem Hauptabsatzgebiete, derart irritiert, dass er beschliesst, seinen Heimatsort gegen aas stark emporkommende Pest zu vertauschen. Seine Stadt sieht ihn ungerne scheiden. Der Magistrat überreicht ihm eine lateinische Adresse, die seine Verdienste um die Blüte der Stadt rühmt, der Oberrabbiner verleiht ihm das Morenu-Diplom. Pest bedeutet für ihn aber eine schwere Enttäuschung. Mühe und Kosten werden vergebens angewendet, um ihm das Recht der Fabrikation in Pest zu verschaffen. Ein Sporn mehr für die Tatkraft Isak Löwys 'r lilfi mta* 6

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