Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 1 (1934)
- Issue
- 3-4 (Oktober 1934)
- Date
- 1934-10-01
- Page
- Seite 5 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Dr, Bak hält hier im 6. Sept. j S*73 seine Antrittsrede. Am 7. werden ihm alle Rabbinatsagenden übertragen. Leopold (Selig Leb) Schick teilt vorher in der „Pressbur^er Zeitung55 mit, dass er eine Anzahl anonymer Briefe erhalte, dass man die Ehre der Gemeinde schonen und Bak nicht akzeptieren solle. Er nehme krankheitshalber nicht an dem Gemeindeleben teil und lehne jede Mitverantwortung für die in letzterer Zeit von der Gemeinde getroffenen Aktionen (besonderer Friedhof) ab. Die „Pressburger Zeitung55 vom 22. Juni 1874 berichtet: Gestern fand eine Generalversammlung der Mitglieder der isr. Religionsgemeinde statt, welche über die ihr von der Gemeinderepräsentanz statutenmässig vorgelegte Frage zu entscheiden hatte, ob sie die Ausdehnung der Funktionsdauer des Herrn Dr. Bak als Prediger und Schuldirektor auf ein weiteres Jahr wünsche oder nicht. Die übrigens sehr schwach besuchte Versammlung — es wurden im Ganzen 52 Stimmen abgegeben — entschied sich in ihrer Majorität für die Verneinung der Frage. Der „Grenzbote55 aber weiss zu berichten, dass die Versammlung vormittags von den Anhängern Bak5s unterbrochen wurde. Erst nachmittags wurde mit 30 gegen 22 Stimmen beschlossen, Bak nicht weiter im Amte (das angeblich nur ein Provisorium aur ein Jahr war) zu behalten. Wolf Frankl und Bak reisten hierauf nach Budapest, um bei der Landeskanzlei Protest zu erheben gegen den Beschluss, den von 150 Gemeindemitgliedern blos 30 erwirkt hatten. Der Vorstand bestand damals aus Wolf Frankl, Emanuel Mandl, Moritz Bunzl, Leopold Tedesco, Heinrich Modern und Max Boschan. Aber am 22. August 1874 teilt der „Grenzbote55 mit, dass der Beobachter55 eingestellt werde, weil Dr. Bak Pressburg verlassen habe.*) Die „Encyklopaedia Judaica” hat gar keinen Artikel über J. W. Bak, der zwanzig Jahre lang ein wertvolles jüdisches Organ in der deutschen Weltsprache herausgegeben hat, hebräischer Goethe-Uebersetzer und Autor mehrerer Werke war. Eine Unterlassung von Vielen! Wir haben die Redaktion der Encyklodpaedie bereits vor Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass besonders der auf die Slovakei und Ungarn bezughabende Teil der Encyklopaedie erstaunlich mangelhaft sei. Im Judaica-Verlag erscheint demnächst: ReSe gehalten am Sabbath vor öem Passachfeste (15. Apiil 1848) von S. W. Schreiber Oberrabbiner der Preßbnrger Jsraelitengemeinde Getreu nach Anhörung derselben mitgeteilt von seinem dermaligen Schüler I. Bärenfeld aus Topoltsan 5