Judaica
- Journal
- Judaica
- Volume
- 1 (1934)
- Issue
- 1-2- (August-September 1934)
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 31 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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illttlMMi : *' ii «ii n: [!* II II itiii Plan der Hauptsynagoge in Budapest. Entwurf von Emanuel P o 11 a k und seinem Schüler Isidor Scherl (1906) machtvolle in Stein komponierte Symphonie zur höheren Ehre des Schöpfers, der architektonische Ausdruck des Wesens des in gewaltigem Aufstiege begriffenen Judentums der ungarischen Metropole. Hier verschlingt sich Orient und Okzident zum prächtigen Monogramme, hier vereinigt sich das Ird.sche mit dem Himmlischen, es versinnbildlicht sich die himmelwärts strebende Gottessehnsucht des Erdensohnes. In überwältigender Fülle strebt Turm über Turm in stets wachsenden Dimensionen zum Firmament empor, wie von piano anschwellend zum brausenden Finale. Jeder Stein lobsingt von der Grösse und Majestät des Schöpfers. Wundervoller als sonstwo ist die Abteilung für Frauen geschaffen. Die Frau schlüpft hier nicht auf scheu verborgenen dunklen Treppen in den Serail. Auf allen vier Seiten führt eine Loggia in die Höhe, die sich mit schöner Wirkung in das prachtvolle Tempelbild einfügt, vielmehr eine huldigende Erhöhung als wie bisher Demütigung der andächtigen Beterinen darstellend, daher sichert dieser Entwurf unter allen Umständen eine jede tumultöse Stockung behebende, rasche Leerung der feuersicheren Emporien. Der Plan> weist 3600 Sitzplätze auf, Emanuel Pollak ist im Jahre 1854 in Szucsäny im Turoczer Komitat geboren. Er besuchte die dortige Gemeindeschule, als der bekannte hebräische Poet Simon Bacher der Schulleiter geworden ist. Er hat auch Schulen in Tyrnau besucht und maturierte in Györ. Im Jahre 1876 beginnt er seine Studien in Stuttgart und war von 1877-1883- Schüler der Ecole des beaux arts in Paris. Er arbeitete U/s Jahre bei Professor Pascal und drei Jahre bei Jean Gizette, dem Leiter der Baukanzlei des Baron Nathaniel Rothschild in Wien. Seit 1833 wirkt er selbstständig in Budapest. Unter seinen verschiedenen mit Preisen I. und II. Klasse ausgezeichneten Plänen interessiert uns besonders das von ihm ausgeführte Republik- Bad in PieSfany, ferner baute Pollak u. a« das Kastell des Baron Kohners in Szäszberek, das Wahrmann-Kastell in.* Csepel, Roheim-Palais in Budapest und das Interieur im Hause Kaszabs. Er ist auch fachschriftstellerisch im Pesti Hirlap, Pester Lloyd und Pester Journal tätig und ist gerne gehörter Vortragender in verschiedenen literari- 31