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Judaica · 1934-08-01 · 1-2- (August-September 1934) · p. Seite 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
1 (1934)
Issue
1-2- (August-September 1934)
Date
1934-08-01
Page
Seite 30 (sequence 31)
Language
German
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.Jüdische Nachrichten“ in PreSov sind strengorthodox. Von den drei in der Russinsko erscheinenden jüdischen Blättern ist die „Jüdische Stimme* zionistisch, die „Jüdische Zeitung“ „Organ des Grossrabbiners Spira und das „Jüdische Volksblatt“ parteilos Die slovakische „Slovenska Tribuna“ leistet Pionierarbeit das gut redigierte ungarische „Zsidö N6plap“ ist revisionistisch. Die jüdische Presse der Slovakei ist durchwegs ehrenhaft. Ein starker Import ausländisch-jüdischer Blätter erschwert noch ihren Existenzkampf. Weder die orthodoxe Kanzlei, noch der JeSurun-Verband, haben ein eigenes Organ, ebensowenig die zionistische Organisation Die Wiener agudistische „Jüdische Presse“ eigentlich eine Gründung der orth Landeskanzlei in Pressburg, hält nicht viel auf Kibud Ab und geht ihre eigenen Wege. Man plant daher seit Langem die Schaffung eines eigenen orthodoxen Organes in Pressburg. Zusammenschluß täte wohl besser. Rabbinerinstallation In Trnava* Die Wahl des Rabbi Dr. Armin Duschinsky zum Oberrabbiner der Je- Surun-Gemeinde in Trnava hat am 31. Mai in einer erhebenden Vollversammlung der Gemeinde stattgefunden. Die oppositionelle Minorität hat in mustergiltig taktvoller Weise nicht den leisesten Misston in die Wahlversammlung bringen wollen und eine einstimmige Wahl des jungen Rabbiners ermöglicht. Gemeindepräses Dr. Adolf Rosenfeld hat die Versammlung mit einer slovakischen Rede eingeleitet, in welcher er die Bedeutung des Wahlaktes und die Persönlichkeit des Kandidaten zeichnete Die Installation? desOberrabbinersDr.ArminDuschinsky geschieht am 12. Aug., am selben Tage findet auch die Trauung des neuen Oberrabbiners mit Frl. Betty, der würdigen Tochter des verewigten Oberrabbiners Mayer Stein statt. Die Wahl des Oberrabbiners Duschinsky wird wohl eine weiteres schönes Kapitel in der Geschichte der durch die Intelligenz ihrer Führer ausgezeichneten Jesurungemeinde Trnavas bilben. Eine durch Generationen hindurch gezüchtete Liebe zur Thora, hohe Verantwortlichkeit und weltliche Bildung, welche die Familie Duschinsky auszeichnet, wird den jungen Seelsorger zum würdigen Nachfolger seines unvergeßlichen Schwiegervaters machen. Dr. Armin Duschinsky ist der Sohn des Räkospalotaer Oberrabbiners Michael Duschinsky, der seinerzeit eine führende Rolle unter den Hörern der Pressburger Jeschiba gespielt hat, und ein Enkel des Namestovoer Oberrabbiners Dow Beer Duschinsky, der Lieblingsschüler des Ketaw Sofer gewesen ist. DerBudapester Oberrabbiner R. Koppel Reich s A. war ein Großonkel des neuen Rabbiners. Auch die orthodoxe Gemeinde in Trnava steht vor der Rabbinerwahl und es wäre wünschenswert, wenn auch da die Wahl in solch würdiger und geglückter Weise von Statten ginge, wie in der Schwestergemeinde. Unter dem nach Nitra berufenen Gaon Oberrabiner Ungar hat die von ihm geleitete Jeschiba einen Weltruf erlangt. Hoffentlich gelingt es der Trnavaer Gemeinde den würdigen Nachfolger zu finden, schelo jibasch hamayon . . . Architektur Emanuel Pollak Zu seinem 80-jährigen Geburtstag und 50-jährigen Berufsjubiläum. Lassen wir den Geist prüfend hingleiten über Alles, was in unseren Landen an grossartigen Schöpfungen jüdischer Architektur geschaffen worden ist. um unserem Leserkreise als Erstlingsgabe das Beste darzubringen, so haftet der Blick mit Befriedigung an den fast visionären Tempelbau, dessen Pracht das Textbild nur anzudeuten vermag. Es ist der Bauplan, den der Nestor der Architektur, Emanuel Pollak im Jahre 1606 für den beabsichtigten Haupttempel der Budapester Kultusgemeinde entworfen hat. Das visionäre Tempelbild ist freilich nur Vision geblieben. Aber wenn es auch sonst wahr ist, dass es in grossen Dingen genügt, gewollt zu haben, ist es sicherlich beim Architekten wahr, der mit seinem Plane eigentlich seine Mission erfüllt hat. Es wäre eines der erhabensten Gotteshäuser des Weltjudentums geworden, eine Schöpfung eigener Intuition* der nichts Schulmässiges anhaftet, eine 30

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