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Judaica · 1934-08-01 · 1-2- (August-September 1934) · p. Seite 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
1 (1934)
Issue
1-2- (August-September 1934)
Date
1934-08-01
Page
Seite 15 (sequence 16)
Language
German
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Armen, ließ das rasch erworbene Geld ebenso rasch wieder verschwinden. Er übernahm seinen früheren Beruf als Schochet wieder. Welche Garnitur! Juda, der Melamed, Gumprecht, der Schochet und Eer Frenk, der Schames, ein Triumvirat der Wissenschaft, der Frömmigkeit und des Charakters! Man muß sichwie Napoleon fragen: Wie ehrwürdig muß das Rabbinat, der Vorstand gewesen sein, die über solche „Klej Kodesch" verfügt haben! Der eigentliche Name Juda Melanieds selbst mag Tritsch gewesen sein.**) Seine männlichen Nachkommen heißen Galitzenstein. Sein Enkel David Galitzenstein, stand 1848 schon unter der falschen Beschuldigung der Spionage unter dem Galgen, als ein reitender Offizier im letzten Momente seinen Freispruch überbrachte. Dieser Tag wurde im Hause Davids alljährlich mit Fasten und wohltätigen Werken gefeiert. S. H. Von den Töchtern des S. H. Wottitz ist Lotti die Frau eines Herrn Mahlers geworden; Sarah, die Frau des Kompagnon Alkalays, David Löwy; Esther, die Frau des Spodium,- fabrikanten Pollak und Betty, die Großmutter des Dr. Samuel Fischer und des Direktors Sandor Fischer. Ein Sohn des S. H. Wottitz war der Chatam Sofer-Schüler Samuel L. Wottitz, desL sen Söhne sind Nathan Wottitz und Gustav in Wien, der eine Tedesco zur Frau hatte. Gumprecht Eisenstädter ist am 20. Cheschwan 1837 gestorben. Sein Grabstein ist seinem Wunsche gemäß der denkbar einfachste. ••) Im Artikel von S. Bettelheim »Hebräische Kultur und Palästina-Arbeit in Pressburg« (Jüd. Volkszeitung 1929.) wird Juda Melamed als Sohn des Leb Tritsch in Pressburg angegeben. Wottitz hatte 11 Kinder. Sein Sohn Israel, der Gründer des Antiquariats, ist der heutigen G eneration noch in guter Erinnerung. Sein Sohn, unser Gewährsmann Josef Wottitz und sein Enkel Moses Wottitz sind in derselben Branche tätig. Der Sohn Gumprecht Eisenstädters, Moses war der Mitbegründer des „Tiferet Bachurim"-Vereines, wie es auf einer leider verloren gegangenen Gedenktafel verzeichnet war. (Die Auflösung dieses historischen Vereines ist nicht rühmenswert.1 Der Großkaufmann Wilhelm Eisenstädter war ein Nachkomme Gumprechts. 15

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