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Judaica · 1934-08-01 · 1-2- (August-September 1934) · p. Seite 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Judaica
Volume
1 (1934)
Issue
1-2- (August-September 1934)
Date
1934-08-01
Page
Seite 12 (sequence 13)
Language
German
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sein Großvater Dayan war. Nach der Vertreibung der Juden aus Wien, zog die Familie zuerst nach Prag. Spira stand in Verbindung mit seinem Schwager Naftali Brandeis in Prag, der Tuchhändler war. Spira selbst verkaufte große Quantitäten von Tuch und Leder. Der Vater Lazarus Hirschls ist durch eine edle Tat unsterblich geworden. Gemeinsam mit Oppenheimer hat er das Geld zur Auslösung der gefangenen Juden in Ofen hergegeben« Er hatte die Maut in Stampf en gepachtet und bekleidete hohe Ehrenstellen in der Gemeinde Stampfens. Er wollte im Vereine mit Simon Michel eine eigene Bank in Ungarn in Preßburg errichten, um Ungarn auf eine bessere finanzielle Basis zu stellen- Die Stadt genehmigte nicht die Errichtung der Bank in der inneren Stadt. Wir begegnen oft dem Namen Jakob Hirschel Mauthner aus Modern. Es dürfte ein Bruder Lazarus Hirscheis sein. Abraham Ulmo, kurpfälzischer Faktor liefert Proviant und Juwelen für den Hof. Er lebt in Wien, hat aber auch Wohnrecht in Preßburg. Er besorgt die Miliz in Preßburg mit allen nötigen Mitteln. Nach seinem Tode übersiedelt seine Familie nach Preßburg. Sein Sohn Eisik liefert einmal der Miliz 30.000 Metzen Getreide und 20.000 Metzen Mehl. Er beikleidet in der Gemeinde hohe Ehrenstellen. In der Konskriptionsliste vom Jahre 1736 werden als gewesene Lieferanten genannt: Salamon Leidesdorf er, Simon Mannheimer und Low Kreilisheimer. Salamon Leidesdorfer kommt sonst nirgends vor. Zu gleicher Zeit finden wir aber zwei Brüder Leidesdorfer, L ö b und Samu e 1, Söhne des Jakob Isaks, Sohn des Jakob Perez Leidesdorf, daher ist Salamon wohl mit Isak Leidesdorf identisch, der auch Lieferant war. So finden wir bereits 1736 den ersten Ahnen des Hauses Schreiber in Preßburg, denn die Enkelin Isaks war die Frau des Preßburger Oberrabbiners Akiba Eger des Älteren, der wieder Großvater des Rabbi Akiba Eger in Posen, des Schwiegervaters des größten Preßburger Oberrabbiners Chatam S o f e r war. Simon Mannheimer, ein anderer gewesener Lieferant; bar gemeinsam mit Joachim Michl und Max Arnsteiner im Jahre 1733 einen Kontrakt mit dem Grafen Johann Palffy geschlossen, der ihnen auf vier Jahre das Monopol für Salz, Kerzen und Branntwein in allen Besitzungen Palffys sicherte. Simotn Mannheimer besaß ein Haus am Schloßgrund. Er verkaufte das Haus an den Sohn des Oberrabbiners Moses Charif, dem späteren deutschen Arzt Mord che Rofe, oder Markus Moses.*) Low Kreilisheim ist der Letzte in der Liste der gewesenen Lieferanten. Er war anfangs (formell, wegen des Wohnrechtes) Buchhalter beim kaiserlichen Hoffaktor Samson Wertheimer, dessen Neffe er durch seine Frau Hannah Brillin, Tochter des •) Siehe Bernhard Mandl, Markus Moses. 12

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