Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 10 (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
…/2707513-2707532--451-2708023- Visual Library
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Verwaltungsbericht 43 1. Vorsitzende der Akademie. Damit bleiDt die Stiftung dem Mutterinstitut ebenso eng verbunden wie vorher. Das elfte Etatsjahr der Akademie sieht Ausgaben von 160 000 RM. vor, für welche die Einnahmen beschafft werden müssen. Auf den Lorbeeren ihres ersten Jahrzehnts auszuruhen ist, zumal Bradt ihr fehlt, ihr nicht gegeben. Eine anerkannte, aus Öffentlichen Mitteln unterhaltene Institution eines Reichsverbandes der deutschen Juden ist sie noch nicht. Bis sie das einmal wird, bis dahin können keine anderen Kräfte sie erhalten, als Bradtischer Enthusiasmus ihrer Träger und Mitarbeiter und großzügige, weitherzige Förderung, moralische und materielle Unterstützung durch alle einzelnen und die jüdischen Körperschaften. Der erste Schriftführer: Carl L e w i n. Auszug aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung. Am Sonntag, den 2. Juni, fand im Logenhaus zu Berlin die stark besuchte 10. Jahresversammlung der Akademie für die Wissenschaft des Judentums statt. Vertreter hatten entsandt: Der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden, die Jüdische Gemeinde Berlin, ihre Teilgemeinden und Bibliotheken, der Deutschisraelitische Gemeindebund, die Großloge für Deutschland, die Berliner Logen und Schwesternvereinigungen U. O. B. B., die Hermann Cohen-Loge in Frankfurt a. M., das Breslauer Ortskomitee der Akademie, die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums und das Rabbinerseminar zu Berlin, die Israelitisch-Theologische Lehranstalt Breslau, die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, das Gesamtarchiv der deutschen Juden, das Jiddisch-Wissenschaftliche Institut, die Gesellschaft für jüdische Familienforschung, die Soncino-Gesellschaft, die Freie jüdische Volkshochschule, die Rabbiner-, Lehrer- und Kantorenverbände, die hebräische Lehranstalt, die Vereinigung für das liberale Judentum, der Verein zur Erhaltung des überlieferten Judentums, die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden und das Wohlfahrts- und Jugendfürsorgeamt der jüdischen Gemeinde, das Arbeiterfürsorgeamt, der Hilfsverein der deutschen Juden, das American Joint Distribution Committee, der Centrai-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, die Zionistische Vereinigung für Deutschland und die Berliner Zionistische Vereinigung, der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, der Verein zur Abwehr des Antisemitismus, der jüdische Frauenbund und der Verband Berlin desselben, der Verband ostjüdischer Organisationen in Deutschland, der Verband der Russischen Juden, die Gesellschaft Ort, die Gesellschaft Ose, die Chewra Kadischa Gr.-Berlin, der Verband der Posener Heimatvereine, der Hilfsverein für jüdische Studierende, die jüdischen Studentenkartelle und -Verbindungen. An Stelle des unpäßlichen ersten Vorsitzenden Herrn Aron Hirsch eröffnete der zweite Vorsitzende Herr Oskar Wassermann die Versammlung. Er begrüßte die Erschienenen, insbesondere die auswärtigen Mitglieder, die Vertreter der Organisationen und der allgemeinen und jüdischen Presse. Nach kurzen Worten des Gedenkens für den im Berichtsjahre heimgegangenen Gründer der Akademie Dr. Gustav Bradt machte er Mitteilung von der Zuwahl des Herrn Professor Dr. Carl Lewin zum ersten Schriftführer des Verwaltungsvorstandes. Hierauf erstatteten Herr Professor Dr. Julius Guttmann den Bericht des Forschungs-Instituts und namens des Verwaltungsvorstandes der Generalsekretär Dr. Israel Auerbach den Verwaltungsbericht. Der Bericht der Kassenprüfer stellte fest, daß Buchhaltung und Belege in bester Ord-