Mannheim
Compact Memory

Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · 9 (1928) · p. Seite 34

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1928)
Date
1928-01-01
Page
Seite 34 (sequence 36)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2707513-2707534--379-2707950
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

34 //. Brody wahioa vn rnoK /D»as ja\ ,d*ö»t 'aao tn^tfn d>|? „wir haben sie für o'?* (schützende Panzer) gehalten gegen die Schieksalssehläge, und wahrlich, sie waren auch (stechende Dornen) in unserem Herzen". — Schwieriger, als die Korrektur eines Textfehlers ist natürlich das Ausfüllen vorhandener Lücken. Wenn es sich bloß um einen fehlenden Buchstaben handelt, geht es noch an, besonders wenn eine Parallelstelle vorhanden ist, die den Weg zeigt. 14, 9 ist das erste Wort in DMs. überklebt gewesen und durch Entfernung des Papierstreif ens zum Teil unleserlich geworden. BR lesen mj?1ö3r ich habe (1895) im 1D2 gelesen und bemerkt, daß der mittlere Buchstabe fehle. Setzt man dafür?ein und liest ifi^ian — wie MiE. die Weisheit oft nennt — ist der Vers klar: Wal?» zty nn?n ^ki rhs ish insyjosi „Seine Weisheit allein ist Freude seinen Freunden und seinen Feinden Kummer", ein Gedanke, den MiE. fast mit denselben Worten zum Ausdrucke bringt in dem Gedichte 12S i&it vdk (Steinschneider-Festschrift, hebr. Abt. S. 44) Vers 18: n'Dfc* ö,?'ü'tf filtfeaians n^.DS itf» hsto nisgb Auch wenn ein Wort fehlt, läßt es sich erraten, nur muß man vorsichtig feststellen, an welcher Stelle es fehlt. 63, 18 vermuten BR eine Lücke zwischen ipno und — womit die Vokalisation in DMs. übereinstimmt — und sie füllen sie aus, indem sie ^? lesen, eine Redewendung, der wir bei MiE. oft begegnen. Dann fehlt aber der Zusammenhang mit dem folgenden Verse, und es bleibt BR nur die Vermutung, daß ein Vers, in dem von der Feder die Rede war, ausgefallen sei. Lesen wir aber, unbekümmert um die falsche Vokalisation der Handschrift: DWgi anin loa idd-^s «ges» 1b£ jftff> ipn» itfx dann haben wir die bei MiE. häufige Wendung itsypffS, das beliebte Wortspiel 1b£-d»ö£ und den Zusammenhang mit vatfs"* (die Zähne, die Spitzen der Feder) im folgenden Verse. Wenn es sich jedoch um Lücken handelt, die mehrere Worte betreffen, kann man nur in Ausnahmsfällen behaupten, die ursprünglichen Worte zur Ergänzung gefunden zu haben; meistens muß man sich mit der Rekonstruierung des Gedankens begnügen. Ganze Zeilen, die der Schreiber übersprungen hat, müssen als verloren gelten, wenn er sie nicht nachträglich, dann natürlich an unrichtiger Stelle, nachgetragen hat, so daß immerhin die Möglichkeit besteht, sie wieder dort einzureihen, wo sie hingehören, wie in Nr. 7, wo schon die einfache Umstellung von Z. 3 und 4 genügt, um den Text in Ordnung zu bringen. „Doch der Schrecklichste der Schrecken" ist, wenn durch ein Versehen des Schreibers zwei einander fremde Vershälften zu einem Verse verschmolzen wurden; in solchen Fällen muß man froh sein, wenn man die Lücke bald bemerkt und sich so unnützes Kopfzerbrechen erspart. Mit 57, 53 haben sich BR viel Mühe gegeben, um dann doch das Wort ann«ps als störend zu empfinden; störend ist aber auch nj3nio,zu dem man ein Subjekt vermißt, und störend der Mangel eines Zusammenhanges mit oder eines Ueber-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.