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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · 9 (1928) · p. Seite 33

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1928)
Date
1928-01-01
Page
Seite 33 (sequence 35)
Language
German
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IRI
…/2707513-2707534--378-2707949
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Der Diwan des Mose ibn Esra 33 die graphischen Hilfsmittel versagen, müssen andere gefunden werden. Die Wahrnehmung, daß der Abschreiber für Worte, deren Sinn er nicht kannte, ähnliche, ihm besser scheinende Worte setzte, ermöglicht die Wiederherstellung zahlreicher entstellter Verse. Ein solches Wort ist in der Bedeutung von „vielmehr", „indessen", „jedoch"; der Schreiber setzt dafür oft Y£ — und so entstehen Fragesätze, wo sie nicht am Platze sind, anstatt positiver Aussagen, die erwartet werden; 26, 13; 28, 42; 46, 5; 61, 3 (hier spn für^]); 63,26; 64,20(wm ist Korrektur für y»} in DMs.) — an allen diesen Stellen wird der Text durch die Aufnahme des ursprünglichen in Ordnung gebracht. Es kommt vor, daß die Aenderung von in fweitere Textfehler zur Folge hatte, die sich — wenn wir erst den Grundfehler erkannt haben — leicht beseitigen lassen. 12, 35 ist 1} y») sinnlos; zu lesen ist: lia ^ki, klage nicht über den Tod, er ist nicht das Bitterste, klage vielmehr über den, der den Becher der Trennung bis zur Neige leeren muß — ein Gedanke, der bei MiE. auch sonst vorkommt, so kurz 38, 15, wo aber für d*d» ipx zu lesen ist: rm*. — Eine nicht unwesentliche Rolle bei der Richtigstellung der Texte spielen gewisse Wortzusammenstellungen, die sich sonst bei MiE. finden. Wenn unser Dichter die Schnelligkeit rühmen will, vergleicht er sie mit dem Pfeil und mit dem rasch über das Papier hineilenden Schreibrohr; vgl. Tarschisch II, [96]: (die Ausgabe hat sjina für ). Zu der Gewandtheit in der Redekunst min?) gehört auch die Schnelligkeit („fließende Rede"); vgl. Jes. 32, 4. Danach ist 73, 27 zu lesen: o^ax] D*?D onaj? rvtnsi „eine Redegewandtheit, die Pfeilen und Schreibrohren zuvorkommt" (sie überholt). Auch sonst führt die Berücksichtigung der Bildersprache auf die richtige Spur. 16, 15 ist so unerklärlich, wie die Auffassung von BR, die das Wort mit „sein Zeuge" übersetzen. Bedenkt man, daß MiE. das Papier mit dem leuchtenden Morgen, die Tinte mit der schwarzen Nacht zu vergleichen pflegt, wird man in VjZ gleich das erwartete i^S finden. Nicht minder vorteilhaft ist die Rücksichtnahme auf die in der poetischen Literatur oft wiederkehrenden Hyperbeln. Den Dichtern ist der gelehrte Freund ein Stern, der auf Erden wandelnd leuchtet, dessen überragende Größe aber die Leuchten am Himmel neidlos (oder auch voll Neides) zugestehen. Man braucht nur an dieses Bild zu denken, um den verstümmelten Vers 66, 22 in Ordnung bringen zu können: Die „zwei Leuchten am Himmel" sind selbstverständlich Sonne und Mond. Und schließlich kann auch eine gewisse Vertrautheit mit den Gedankengängen des Dichters bei der Suche nach dem Richtigen behilflich sein. 13, 26 zeigen csn und &'?n,daß der Dichter ein Wort anwenden will, das zwei einander gewissermaßen entgegengesetzte Bedeutungen hat ♦□♦sn ist ein solches Wort nicht, aber — d»»: Panzer (1. Sam. 17, 7; bibl. Plur ♦mas , 2. Chron. 11, 12) undQ'» Dornen (Prov. 22, 5), also: D*eg\ D*sn3 sjiya "nttfn lo-n tos myas» ^oy: t: t* : : :? *:t p«a vnr iv» ajto i*n

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