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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · 9 (1928) · p. Seite 32

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1928)
Date
1928-01-01
Page
Seite 32 (sequence 34)
Language
German
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32 „tief sind die Ränke des Geschickes (denn die Menschen verstehen sie nicht), aber meine Vernunft hat es ergründet (mir kann es nichts vortäuschen); und schläft zuweilen meine Vernunft und sieht seine Wandelbarkeit und Treulosigkeit nicht — im nächsten Augenblick schon weckt es sie (durch sein trügegerisches Handeln)". — Wo man mit der Korrektur eines einzelnen Buchstaben nicht auskommt, hilft das Schriftbild eines Wortes aus der Verlegenheit. 70, 14 ist i^T« }3iiJ* v&f im Zusammenhange unerklärlich. Auf den Dichter selbst können die Worte nicht bezogen werden, denn er spricht ja hier nicht von sich selbst und seinen Leiden; auf den gelobten Freund auch nicht, denn der kennt ja keine Leiden, da er das Schicksal meistert und den Dichter gegen alle Schicksalstücke schützt (V. 20—23). Das Schriftbild berechtigt uns aber w?J3> für vste] zu lesen, und nehmen wir dazu wie DMs. hat, für w«, wie BR stillschweigend korrigieren, dann ergibt sich ein Vers, wie er an unserer Stelle nicht fehlen durfte: wix wnz v^w : jimfr*. ß^ '.^S ittfoo „wie sie zu den Schläuchen des Himmels (Job. 38, 37) sprechen: schöpfet aus der Fülle unserer Wolken und das Wasser unserer Dünste!" — Zuweilen ist nicht einmal die Aenderung eines Buchstaben nötig, um den Text herzustellen; es genügt eine einfache Umstellung. 29, 5 hat DMs. vnaao bv; BR korrigieren: (!) no itosd ty. Nun ist für sicher Sa zu lesen, wie 59, 5 und 67, 7 (nach Num. 30, 5); was heißt aber? BR, die ihre eigene Korrektur offenba« nicht befriedigen konnte, suchen auch diese La sehr gezwungen zu erklären. Und doch ist die Sache sehr einfach. Der Schreiber hatte offenbar in seiner Vorlage ^öa' das er als 'l»a gelesen und das a, als gegen das Metrum verstoßend, gestrichen. Das hätte er nicht tun sollen. Es sind bloß die Buchstaben 8 und i umzustellen, dann gewinnen wir den korrekten Text: inatzto pn va»? vrvftf ^naao-Ss _ , . J _ t ** : t :' t v : t „All' sein Vertrauen setzt er in das Verstummen seiner Rede, und das Blut (die Tränen) seiner Augen allein ist seine Zuflucht". vnöaD-ta entspricht genau dem isji^d pn twa und ^-n ist Wortspiel; der Gedanke, daß stummes Hinbrüten und lautloses Weinen Beruhigung gewähren, kehrt in Gedichten oft wieder; vgl. 34, 1: •sjjppa xtin ,»33a 1« Sina nasn wn-S£ In manchen Fällen bedarf es nicht einmal einer Buchstaben-Permutation; es genügt, zwei nebeneinanderstehende Worte richtig abzuteilen — und der Vers ist in Ordnung. 13, 26 bleibt ohne befriedigende Erklärung, auch wenn man für das falsche das richtige ddI^ setzt; liest man aber für n^lte"]?] nach Jes. 10, 18: iVcnaj.» dann lautet der Vers: ejnö - iVq*]3\ ddWS njp 1133 y*i rnai „der Tod stürmt dahin, um den Stolz des Waldes niederzutreten, bis es ihm gelungen ist, den Löwen (das ist ja der Stolz des Waldes) zu erlegen". — Wo

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