Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 9 (1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 30)
- Language
- German
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H. Brody fehlem sehr wesentlich fördert. Darüber, wie über einige Grundsätze, die ich in Bezug auf Orthographie, Vokalisation und Erklärung der Texte befolge, will ich im folgenden berichten. Die Einzelheiten belege ich durch je ein Beispiel, um die Sache dem Leser anschaulich zu machen. Um Mißverständnissen vorzubeugen, sei bemerkt, daß die Beispiele gesammelt waren, lange bevor mir die von Bialik und Rawnitzky (— BR) bearbeitete Ausgabe des ersten Bandes der Gedichte MiEs (Tel-Aviv 1928) zu Gesichte kam; wenn ich nach dieser Ausgabe anführe, geschieht es nicht in der Absicht, sie zu kritisieren, sondern nur, weil das weniger umständlich ist und die Möglichkeit einer Nachprüfung bietet. Im letzten Teile meiner Ausführungen entnehme ich die Beispiele den Erklärungen von BR, weil man die Gefahren, deren sich der Erklärer zu erwehren hat, nicht an fiktiven, sondern nur an wirklich vorhandenen Beispielen zeigen kann, aber es würde mir leid tun, wenn jemand darin eine unfreundliche Beurteilung der Arbeit von BR erblicken wollte. Ihre Absicht war, den Diwan, wie er ist, der Forschung zugänglich zu machen (Einleitung S. X); was sie darüber hinaus zur Berichtigung und Erklärung beigetragen haben, ist eine willkommene Zugabe, und es wäre unbillig, sie dafür zu tadeln, daß sie nicht niehr oder nicht anderes gegeben haben. 1. Textfehler. Offenkundige Textfehler, die eine Deutung des Dichterwortes unmöglich machen, sind leicht gefunden und die sind es nicht, die dem Herausgeber Sorge bereiten. Unangenehm sind Korruptein, die man nicht so leicht findet, weil sich der vorliegende Text scheinbar glatt, oder doch zur Not, erklären läßt. Wertvolle Winke in dieser Hinsicht gibt der Schreiber oder ein kundiger Leser von DMs., der in solchen Fällen oft durch ein („der Text ist fehlerhaft!"), das er an den Rand schrieb, zum Nachdenken veranlaßt. Ich schenke diesem rpy große Beachtung, weil es sich oft gerade dort sehr nützlich erweist, wo man am allerwenigsten einen Fehler vermuten würde. Nr. 70, Vers 29, scheint der Text tadellos zu sein. Der Kritiker bemerkt tpy und BR meinen, er hätte offenbar den Vers mißverstanden. Prüft man die Sache genauer, dann findet man, daß der Text in seiner vorliegenden Gestalt einen Unsinn enthalte: erstens, weil man sich nicht nach einem Standort n^~£^£lpö) sehnt, wenn man eine Ruhe gewährende Lagerstätte hat (n:no Sjj); zweitens, weil die Erinnerung an den Freund, oder der von Freund zu Freund dringende Duft <*r?0, in der Bildersprache der Dichter nicht einen Standort und einen Ruheplatz, sondern etwas Labendes, Kräftigendes bedeuten kann. Man muß darum den Vers korrigieren, indem man ut? > unsere Wegzehrimg, für 13*705? liest, dann deckt sich nipo w>»2 n:no yeD-fea i-OT d^s d*&: .... 1 . « : T : •.• : - t « T" t : : ' ri '7 gedanklich und wörtlich genau mit 4, 28: }:m« ihy ms itfa tnst tki cn^iyo-S» ihr* ** S T "1 T" - 5 T! * VI V " *: V f—-\ ' ■